BMG, WidersprĂŒche

BMG sieht WidersprĂŒche gegen elektronische Patientenakte locker

07.02.2025 - 12:25:53

Der Start der elektronischen Patientenakte (ePa) verlĂ€uft laut offizieller EinschĂ€tzung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) positiv - trotz immer mehr WidersprĂŒchen von Versicherten.

"Wir sehen eigentlich die Situation als gut an", sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Freitag auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur. Der Minister rechne weiterhin mit dem bundesweiten "Rollout" im MĂ€rz oder April. Erst wenn die elektronische Patientenakte sicher laufe, werde sie auch bundesweit eingesetzt. Zuvor hatten die AOKs mitgeteilt, dass die Widerspruchsquote bei den dort Versicherten aktuell bei 3,8 Prozent liege - das dĂŒrfte etwa einer Million Menschen in Deutschland entsprechen.

Anfang Januar lag die Quote noch bei 2,7 Prozent. Da die anderen Krankenkassen Ă€hnliche Zahlen melden, rechnen Experten mit aktuell vermutlich etwa drei Millionen WidersprĂŒchen. Das Bundesgesundheitsministerium hat nach eigenen Angaben keine Erwartung, wie viele Versicherte in den nĂ€chsten Wochen und Monaten noch Widerspruch einlegen. "DarĂŒber möchte ich nicht spekulieren", sagte die Sprecherin am Freitag. DatenschĂŒtzer warnen seit Langem unter anderem davor, dass die Elektronische Patientenakte durch die zentrale Speicherung von sensiblen Gesundheitsdaten ein begehrtes Ziel fĂŒr Hackerangriffe sein könnte. Das Gesundheitsministerium versichert, alles fĂŒr die Sicherheit zu tun und verweist auf Vorteile, wie beispielsweise einen besseren Überblick ĂŒber Gesundheitsdaten fĂŒr Ärzte und Patienten und weniger Doppeluntersuchungen.

@ dts-nachrichtenagentur.de