Aiwanger, Schuld

Aiwanger sieht Schuld fĂŒr FĂ€hren-Blockade bei Ampel

05.01.2024 - 15:06:38

Der stellvertretende bayerische MinisterprĂ€sident Hubert Aiwanger (Freie WĂ€hler) hat VerstĂ€ndnis gezeigt fĂŒr die Blockade einer FĂ€hre in SchlĂŒttsiel, auf der sich Wirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) befand.

"Die Schuld fĂŒr die Bauernwut liegt allein bei der existenzgefĂ€hrdenden Ampelpolitik", sagte der Freie-WĂ€hler-Chef der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe). "Viele fĂŒrchten um die Zukunft ihrer Höfe, weil die angekĂŒndigten Einschnitte Tausende Euro Mehrbelastung im Jahr bringen. Die Bauern merken seit Jahren, dass es ihnen durch immer mehr falsche Vorgaben ideologisch an den Kragen geht."

Trotz der AnkĂŒndigung der Bundesregierung, doch auf die Kfz-Steuer fĂŒr landwirtschaftliche Fahrzeuge zu verzichten und die Subventionen auf Agrardiesel nur schrittweise abzubauen, will der bayerische Wirtschaftsminister am Montag an der Seite der Bauern demonstrieren. Die Bauern seien "nur ein Symbol" dafĂŒr, wie die Bundesregierung mit den StĂŒtzen der Gesellschaft umgehe, sagte er. "In meinen Augen sind das gezielte gesellschaftspolitische Verschiebungen Richtung links. Man will diese bĂŒrgerlichen Bevölkerungskreise schwĂ€chen und auch dieses Höfesterben forcieren", so der Freie-WĂ€hler-Chef. "Insgesamt geht es in die Richtung, den Menschen als in deren Augen Störer der heilen Welt zurĂŒckzudrĂ€ngen und konservative Strukturen, die die Bauern aufrechterhalten, kaputt zu machen." Protestierende hatten am Donnerstagabend Habeck, der von einem Urlaub auf Hallig Hooge kam, und andere Passagiere daran gehindert, die FĂ€hre zu verlassen. Ein GesprĂ€chsangebot des GrĂŒnen-Politikers wurde dem Ministerium zufolge von den Protestierenden abgelehnt. Der Reederei zufolge sollen die Demonstranten versucht haben, das Schiff zu erstĂŒrmen.

@ dts-nachrichtenagentur.de