Steuern, Familien

Steuerexperte zweifelt an Abschaffung des Ehegattensplittings

10.07.2023 - 12:24:17 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Steuerexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Martin Beznoska, hĂ€lt eine Abschaffung des Ehegattensplittings fĂŒr verfassungsrechtlich nicht möglich.

Schmuck bei einer Hochzeit - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Schmuck bei einer Hochzeit - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur

"Als mögliche Reform steht aus verfassungsrechtlichen GrĂŒnden nur eine Begrenzung des Ehegattensplittings zur VerfĂŒgung und keine vollstĂ€ndige Abschaffung", sagte Beznoska der "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). Auch unter Anreiz-Gesichtspunkten bringe eine Abschaffung wenig: "Die zu erwartenden zusĂ€tzlichen Arbeitsanreize einer solchen Begrenzung sind eher gering. Weitere Hindernisse wie die kostenlose Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung, wenn nur maximal ein Minijob aufgenommen wird, oder zu wenig Kinderbetreuungsmöglichkeiten sind dann weiterhin vorhanden."

Beznoska verteidigte das Splitting als effiziente Form der Besteuerung: "Viele Ehepaare, insbesondere mit kleineren Kindern, leben aus einem Topf, in dem alles erwirtschaftete Einkommen des Paares auch beiden Partnern zur VerfĂŒgung steht - unabhĂ€ngig davon, wer dies erwirtschaftet hat. In diesem Fall ist das Ehegattensplitting das effizientere Besteuerungssystem, da es die Aufteilung zwischen Erwerbs- und Heimarbeit nicht verzerrt." Gleichwohl sollten beide Partner ihre Qualifikation erhalten und sich nicht darauf verlassen, dass die Ehe halte.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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