Ermittlungen, VerdÀchtigen

Ermittlungen gegen VerdĂ€chtigen wegen fĂŒnffachen Mordes

21.12.2024 - 17:01:11 | dpa.de

Der Todesfahrer nutzte Ermittlern zufolge einen Rettungsweg, um zum Weihnachtsmarkt zu gelangen. Vier Erwachsene und ein neunjĂ€hriges Kind sind tot. Der VerdĂ€chtige hat sich bereits zur Tat geĂ€ußert.

Polizei, Staatsanwaltschaft und Stadtbehörden informieren ĂŒber den Ermittlungsstand.  - Foto: Jan Woitas/dpa
Polizei, Staatsanwaltschaft und Stadtbehörden informieren ĂŒber den Ermittlungsstand. - Foto: Jan Woitas/dpa

Bei der Attacke auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg mit fĂŒnf Toten und 200 Verletzten soll der mutmaßliche TĂ€ter ĂŒber einen Flucht- und Rettungsweg auf den Weihnachtsmarkt gelangt sein. Die Fahrt habe rund drei Minuten bis zur Festnahme gedauert, sagte Tom-Oliver Langhans, der Direktor der Polizeiinspektion Magdeburg. Nach Behördenangaben sind vier Erwachsene und ein neunjĂ€hriges Kind getötet worden. Es gebe insgesamt 205 Opfer, darunter 5 Tote. 

Es handelt sich demnach um einen EinzeltÀter. Nach derzeitigem Ermittlungsstand könne ein zweiter TÀter ausgeschlossen werden, sagte ein Polizeisprecher in Magdeburg. Nach Informationen der Stadt sind die Opfer in 15 Kliniken gebracht worden, unter anderem auch nach Brandenburg.

Die Staatsanwaltschaft Magdeburg ermittelt gegen den VerdĂ€chtigen bislang wegen fĂŒnffachen Mordes. Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Horst Walter Nopens sagte, lautet der Tatvorwurf darĂŒber hinaus versuchter Mord in 200 FĂ€llen in Tateinheit mit gefĂ€hrlicher Körperverletzung. Der TatverdĂ€chtige befinde sich in polizeilichem Gewahrsam. 

Das Motiv des Todesfahrers war möglicherweise Unzufriedenheit mit dem Umgang von FlĂŒchtlingen aus Saudi-Arabien in Deutschland. Das sei der gegenwĂ€rtige Stand der Ermittlungen, sagte Nopens. 

In Magdeburg war ein Auto am Freitagabend auf einem Weihnachtsmarkt in die Menschenmenge gerast. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sprach vor Ort von einer «furchtbaren, wahnsinnigen Tat». Bei dem noch am Abend festgenommenen VerdÀchtigen handelt es sich um Taleb A., einen Arzt aus Bernburg, der aus Saudi-Arabien stammt. 

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bezeichnet sich der 50-JĂ€hrige, der seit 2006 in Deutschland lebt, selbst als Ex-Muslim. Nach dpa-Informationen stellte A. im Februar 2016 einen Asylantrag, ĂŒber den im Juli desselben Jahres entschieden wurde. Der saudische StaatsbĂŒrger erhielt damals Asyl als politisch Verfolgter.

Taleb A. war am Tatort von EinsatzkrÀften gestellt und festgenommen worden.

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