China befragt Nvidia zu Sicherheit bei KI-Chips
31.07.2025 - 10:57:53Die chinesische Internetaufsichtsbehörde CAC teilte mit, Nvidia-Vertreter seien zu einem GesprĂ€ch gebeten worden. Dabei sei das Unternehmen aufgefordert worden, zu mutmaĂlichen Schwachstellen und "HintertĂŒren" bei den betreffenden H20-Chips Stellung zu nehmen sowie technische Unterlagen vorzulegen.
Die Behörde verwies nicht auf eigene technische Erkenntnisse, sondern berief sich auf Berichte aus den USA. So hĂ€tten US-Abgeordnete laut CAC gefordert, dass fortschrittliche Chips aus amerikanischer Produktion mit Ortungsfunktionen ausgestattet werden mĂŒssten. AuĂerdem hĂ€tten KI-Experten erklĂ€rt, dass entsprechende Technologien zur Standortverfolgung und Fernabschaltung bei Nvidia bereits marktreif seien.
Ărger zwischen Peking und Washington
Die H20-Chips waren speziell fĂŒr den chinesischen Markt entwickelt worden. Es handelt sich um eine abgeschwĂ€chte Version, die den bisherigen US-Exportkontrollen genĂŒgen sollte. Im April 2025 untersagte die US-Regierung jedoch auch diesen exportkonformen Chip. Nur wenige Monate spĂ€ter wurde diese EinschrĂ€nkung wieder aufgehoben und der Verkauf der H20-Modelle nach China erneut erlaubt.
Der Vorwurf der CAC verschÀrft den Ton im Technologiekonflikt zwischen den USA und China. Chips gelten als Zankapfel im geopolitischen Wettlauf. WÀhrend Washington versucht, Chinas Zugriff auf leistungsfÀhige KI-Hardware zu begrenzen, strebt Peking eine stÀrkere UnabhÀngigkeit durch eigene Chip-Entwicklung an. Peking wehrt sich zugleich gegen die BeschrÀnkungen Washingtons.

