Deutschland, Bayern

Drohnen-Sichtungen: Pistorius ruft zu Besonnenheit auf

05.10.2025 - 08:00:14

Der Verteidigungsminister hat VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass die ZwischenfĂ€lle mit Drohnen fĂŒr Verunsicherung sorgen. Er fordert, die Lage nĂŒchtern und ruhig zu betrachten.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ruft nach der wiederholten Sichtung von Drohnen ĂŒber deutschen FlughĂ€fen zur Besonnenheit auf. Er verstehe die Verunsicherung, eine solche Debatte habe es bisher noch nicht gegeben, sagte Pistorius dem «Handelsblatt». «Deswegen ist es umso wichtiger, die Lage nĂŒchtern und ruhig zu betrachten: Bislang ging von den beobachteten Drohnen keine konkrete Bedrohung aus.»

Das Interview wurde laut «Handelsblatt» gefĂŒhrt, bevor am Donnerstag- und Freitagabend Drohnen am Flughafen MĂŒnchen gesichtet wurden. Der Flugbetrieb wurde an beiden Tagen vorĂŒbergehend eingestellt. Wer fĂŒr die DrohnenflĂŒge verantwortlich ist, ist bisher unklar.

Aus Sicht von Pistorius zielt Russland mit Luftraumverletzungen und DrohnenĂŒberflĂŒgen grundsĂ€tzlich darauf ab, Verunsicherung zu schĂŒren. «Es geht darum, zu provozieren, Angst zu machen, kontroverse Debatten auszulösen. (Kremlchef Wladimir) Putin kennt Deutschland sehr, sehr gut, wie wir alle wissen. Er kennt auch die deutschen Instinkte und Reflexe.»

Minister sieht PlĂ€ne fĂŒr Drohnenabwehrzentrum skeptisch 

Pistorius betonte, Deutschland hole bei der Drohnenabwehr gewaltig auf. Zugleich dĂ€mpfte er aber die Erwartungen an die Bundeswehr. «Die Bundeswehr kann nicht ĂŒberall in Deutschland, wo Drohnen auftauchen, zur Stelle sein und sie vom Himmel holen», sagte er. «Viel entscheidender ist, dass die Polizeien der LĂ€nder und des Bundes die FĂ€higkeiten aufbauen, die sie brauchen, um bis zu einer bestimmten Höhe agieren zu können.» 

Skeptisch sieht Pistorius die PlĂ€ne von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) fĂŒr ein Drohnenabwehrzentrum. «Dieses Zentrum wĂ€re dann nur fĂŒr eine potenzielle Bedrohung durch Drohnen zustĂ€ndig. Wir mĂŒssen aber damit rechnen, dass es multiple GefĂ€hrdungsszenarien geben könnte», so der Verteidigungsminister. «Daher brauchen wir in erster Linie ein gemeinsames 24/7-360-Grad-Lagebild.» 

Als Beispiel nannte er den Fall, dass in Deutschland an verschiedenen Stellen gleichzeitig WaldbrÀnde oder StromausfÀlle auftrÀten. «Alle relevanten Daten zur Einordnung der Sicherheitslage Deutschlands sollten an einem Punkt zusammenlaufen. Nur so kann man erkennen, ob es bei den scheinbaren SolitÀrereignissen womöglich einen Zusammenhang und einen gemeinsamen Verursacher gibt», sagte Pistorius.

@ dpa.de

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