Bundesliga, VfL Wolfsburg

Eriksens erstes Tor: Wolfsburg schlägt Nordrivalen St. Pauli

14.01.2026 - 20:26:07 | dpa.de

Der VfL Wolfsburg hat einen Fehlstart ins neue Jahr vermieden. In München gab es ein Debakel, gegen den FC St. Pauli nun einen wichtigen Sieg. Das Siegtor fällt erst kurz vor Schluss.

Wolfsburgs Torschütze Christian Eriksen (r). - Foto: Swen Pförtner/dpa
Wolfsburgs Torschütze Christian Eriksen (r). - Foto: Swen Pförtner/dpa

Der VfL Wolfsburg hat sich vom 1:8-Debakel in München gut erholt. Nur drei Tage danach schlug der Volkswagen-Club den FC St. Pauli im wichtigen Nord- und Kellerduell mit 2:1 (1:1). Das erste Bundesliga-Tor von Christian Eriksen (25. Minute/Handelfmeter) und der späte Siegtreffer von Dzenan Pejzinovic (88.) bescherten den Wolfsburgern einen Sechs-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsplatz. St. Pauli war vor 22.031 Zuschauern lange ein gleichwertiger Gegner, traf aber nur zum 1:1 durch Eric Smith (40.).

Irvine-Ausfall schmerzt St. Pauli

Das Debakel von München kostete beim VfL nur zwei Spieler den Platz in der Startformation: Mattias Svanberg und Kilian Fischer saßen auf der Bank.

St. Pauli musste seine erste Elf auf schmerzhafte Weise umbauen: Denn mit Jackson Irvine hatte sich der Kapitän und große Stabilisator der vergangenen Wochen erneut am linken Fuß verletzt. «Es tut unglaublich weh», sagte Trainer Alexander Blessin bei Sky.

Die Hamburger zogen ihren Abwehrchef Smith für Irvine ins zentrale Mittelfeld vor und verschanzten sich zeitweise mit allen elf Spielern in der eigenen Hälfte.

Dicke Doppelchance vor 1:1

Mit Edeltechnikern wie Eriksen und Lovro Majer hatte der VfL eigentlich genau die richtigen Leute auf dem Platz, um einen solch massiven Block zu bespielen. So bekam Eriksen nur vier Minuten nach seinem Elfmeter-Tor gleich die nächste gute Chance, doch diesmal rutschte ihm der Ball nach einer Vorlage Majers über den Spann (29.).

Danach wurde Wolfsburg allerdings nachlässig. Schon St. Paulis Startelf-Debütant Ricky-Jade Jones hatte in der 35. Minute die dicke Doppelchance zum Ausgleich: Erst scheiterte der Engländer aus fünf Metern an VfL-Torwart Kamil Grabara. Dann setzt er den Nachschuss aus derselben Position am Tor vorbei.

Doch nur fünf Minuten später stand es doch 1:1 und das Muster war in beiden Fällen das gleiche: Wolfsburgs nach vorn so gefällige Mittelfeldreihe packte am eigenen Strafraum nicht energisch genug zu. Das brachte St. Pauli wiederholt in gefährliche Schusspositionen.

Medizinischer Notfall im Stadion

Nach der Pause arbeiteten die Hamburger an mehr als nur einem Auswärtspunkt. Immer wieder trieb Joel Chima Fujita die Gäste nach vorn. In der 50. Minute zwang er Wolfsburgs Torwart Grabara mit einem Schuss aus 18 Metern zu einer sehenswerten Parade.

Dem VfL fiel auch nach der Einwechselung des Afrika-Cup-Rückkehrers Mohammed Amoura (61.) nicht mehr viel ein. Das Wolfsburger Spiel blieb in der zweiten Halbzeit bis auf eine gute Schusschance für Adam Daghim (75.) statisch und ideenlos. Bis Pejzinovic doch noch per Kopf zur Stelle war.

Die Unterstützung der Fans wurde zeitweise auch eingestellt, da es im Fanblock des FC St. Pauli einen medizinischen Notfall gab. Zeitnah gab es Entwarnung. «Die Person ist so weit wieder stabil», verkündete der Stadionsprecher.

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