JU will Ukrainern im wehrfÀhigen Alter den Schutzstatus entziehen
26.06.2024 - 05:00:00Zum Teil kĂŒmmern sie sich um Angehörige und haben in ihrem Heimatland bereits gedient und sind verwundet. Der VorstoĂ des Vorsitzenden der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt, Ukrainer, die nicht bereit sind, eine Arbeit aufzunehmen, in ihr Heimatland auszuweisen, stöĂt derweil in der CDU auf Kritik. "Ziel muss es sein, möglichst viele Ukrainer in Arbeit zu bringen. Ihnen mit Ausweisung zu drohen, ist da wenig hilfreich und passt auch nicht zu unserer Ăberzeugung, der Ukraine beizustehen", sagte CDU-PrĂ€sidiumsmitglied Sebastian Lechner der "Welt". "Entscheidend ist, dass es genug KitaplĂ€tze fĂŒr arbeitswillige MĂŒtter gibt, dass es schneller PlĂ€tze fĂŒr Sprachkurse gibt, dass BerufsabschlĂŒsse einfacher anerkannt werden, dass wir insgesamt die BĂŒrokratie im Vorfeld einer Arbeitsaufnahme abbauen. Und dass es fĂŒr die, die nicht wollen, obwohl sie könnten, Sanktionen beim Leistungsbezug gibt", so Lechner, Chef der CDU in Niedersachsen. Offen zeigen sich CDU-Politiker allerdings dafĂŒr, FlĂŒchtlingen aus der Ukraine kĂŒnftig nicht mehr BĂŒrgergeld auszuzahlen, sondern niedrigere RegelsĂ€tze. "Ich rate ich uns dringend, den BĂŒrgergeldbezug fĂŒr Ukrainer auf den PrĂŒfstand zu stellen. Zumal sie nie eingezahlt haben", sagte CDU-PrĂ€sidiumsmitglied Julia Klöckner der "Welt". "Das fĂŒhrt zu Unmut in unserer Bevölkerung." Der Vizevorsitzende fĂŒr Haushalt und Finanzen in der Unionsfraktion, Mathias Middelberg, meint: "Jedenfalls hat Alexander Dobrindt einen Punkt, wenn er die geringe BeschĂ€ftigungsquote der GeflĂŒchteten aus der Ukraine thematisiert. Hier trifft der Vorwurf aber nicht die Ukrainer, sondern die Ampel-Regierung, die nichts tut, um mehr BĂŒrgergeld-EmpfĂ€nger in Arbeit zu bringen."


