BUND kritisiert Niedrigwasserkonferenz ohne UmweltverbÀnde
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 18:56 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deDie Bundesregierung verkenne die eigentlichen Probleme. "Wir mĂŒssen mehr Wasser in den FlĂ€chen halten, Wasserentnahmen reduzieren und unsere FlĂŒsse klimaresilient machen. Nur so können die Folgen der Trockenheit begrenzt werden", sagte er.
"Die niedrigen Flusspegel sind kein kurzfristiges WetterphĂ€nomen, sondern Symptom der Klimakrise. Deutschland handelt beim Schutz seines Wasser viel zu zögerlich und spĂ€t", kritisierte der BUND-Vorsitzende. "Dabei gibt die Nationale Wasserstrategie vor, wie es geht. Intakte Flusslandschaften sind natĂŒrliche Wasserspeicher, die ökologisch gestĂ€rkt werden mĂŒssen. Die Binnenschifffahrt muss an die FlĂŒsse angepasst werden und nicht umgekehrt. Niedrige Pegel können nicht einfach weggebaggert werden."
PrimĂ€res Ziel gemÀà der Nationalen Wasserstrategie sollte der Schutz von OberflĂ€chen- und Grundwasserreserven sein, sowie die ökologischen Funktionen der FlĂŒsse aufrechtzuerhalten, forderte der BUND. Statt die FlĂŒsse fĂŒr immer gröĂere Schiffe zu vertiefen, sollten neue, fĂŒr Niedrigwasser geeignete Schiffstypen eingesetzt werden. Dazu sollten entsprechende Anreize geschaffen und bestehende Förderprogramme aufgestockt werden.
Zudem mĂŒsse Lagerhaltung wieder zum Standard werden, um LieferengpĂ€sse auszugleichen. Denn mit derartigen niedrigen WasserstĂ€nden sei in Zukunft auch am Rhein vermehrt zu rechnen. Um TransporteinschrĂ€nkungen bei extremem Niedrigwasser vorzubeugen, mĂŒsse daher der Transport auf der Schiene zu einer finanziell attraktiven Alternative werden. Entsprechende Investitionen ins Schienennetz speziell fĂŒr den GĂŒterverkehr seien somit unumgĂ€nglich.
