Frankreich, DEU

Rassemblement National distanziert sich von AfD

12.05.2026 - 14:21:32 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Vorsitzende des Rassemblement National (RN) in Frankreich, Jordan Bardella, distanziert sich von der AfD.

AfD-Logo (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
AfD-Logo (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Viele Positionen der AfD sind mit unseren GrundsÀtzen unvereinbar", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochsausgabe).

Die AfD sitze nicht mit dem RN in einer Fraktion und sei "auf europĂ€ischer Ebene kein BĂŒndnispartner". Neben dem Umgang mit Neonazis sei "die extreme Rhetorik der AfD in historischen Fragen" ein trennender Punkt. "Die AfD hat einen starken europafeindlichen FlĂŒgel, der einen EU-Austritt fordert", Ă€ußerte Bardella. Er stellte klar: "Das ist nicht unsere Position. Wir wollen alles verĂ€ndern, ohne etwas zu zerstören".

Auf die Frage, was Bardella im Falle eines Wahlsieges bei den PrĂ€sidentschaftswahlen im FrĂŒhjahr 2027 in der Wirtschaftspolitik verĂ€ndern wolle, sagte er der FAZ: "FĂŒr Frankreich, Deutschland und Europa wĂ€re es von Vorteil, wenn die EU-KommissionsprĂ€sidentin von der Leyen zurĂŒcktrĂ€te." Sie trage "eine sehr große Verantwortung fĂŒr die wirtschaftliche SchwĂ€chung Europas; ob bei der grĂŒnen Ideologie des Degrowth, beim Verbrenner-Aus oder der Abkehr von der Atomkraft", so Bardella. "Wir möchten den Binnenmarkt nicht verlassen, wir wollen aus den Preisregelungen aussteigen, um sicherzustellen, dass Frankreich einen französischen Strompreis festsetzen kann."

Auch in der Handelspolitik sei "der Schaden angerichtet". Der Zolldeal mit den USA sei "ein Akt der Knechtschaft und der wirtschaftlichen Unterwerfung". Bardella nannte von der Leyen "völlig unfÀhig, die europÀischen Interessen zu verteidigen, auch die deutschen".

Offen zeigte sich Bardella mit Blick auf die deutsch-französischen RĂŒstungsprojekte, die die langjĂ€hrige RN-Vorsitzende Marine Le Pen noch im letzten Wahlkampf beenden wollte. "Ich bin fĂŒr die industrielle Zusammenarbeit", sagte er. Beim Luftkampfsystem FCAS stelle er ein Scheitern fest. "Doch Uneinigkeit zwischen Frankreich und Deutschland in der Frage des Kampfflugzeugs bedeutet nicht, dass man bei Antidrohnensystemen, Satellitensystemen oder Kampfpanzern nicht zusammenarbeitet", so Bardella weiter.

"Ich möchte den Deutschen klar sagen: Wenn Sie ein stĂ€rkeres europĂ€isches Engagement Frankreichs in Verteidigungsfragen wollen, mĂŒssen Sie französisches Material kaufen, also französische Rafale-Kampfflugzeuge statt amerikanische F-35", sagte Bardella der FAZ. Dieser Kauf komme "einer Form von UnabhĂ€ngigkeit gleich".

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