Ukraine, Geheimdienste

Nord-Stream-TatverdĂ€chtiger soll fĂŒr Ukraine-Armee gearbeitet haben

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 17:01 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Der wegen der AnschlĂ€ge auf die Nord-Stream-Pipelines in Hamburg angeklagte TatverĂ€dchtige soll zum Tatzeitpunkt den ukrainischen StreitkrĂ€ften angehört und fĂŒr den ukrainischen Geheimdienst SBU gearbeitet haben.

Nord-Stream-TatverdĂ€chtiger soll fĂŒr Ukraine-Armee gearbeitet haben
Hinweisschild Nord Stream 2 (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Wie der "Stern" berichtet, soll er dies laut Anklageschrift in einem von der italienischen Justiz ĂŒberwachten Telefonat mit seiner Ehefrau behauptet haben. Das Dokument soll demnach mehrere Hinweise auf eine Verstrickung von staatlichen Stellen der Ukraine in die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines erhalten.

Die Anklage wurde vor wenigen Wochen erhoben, ist aber noch nicht zugelassen. Die Ermittler haben laut "Stern" nur Indizien gegen den Festgenommenen in der Hand. Es handelt sich um die erste Anklage einer deutschen Strafverfolgungsbehörde im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Gasröhren in der Ostsee am 26. September 2022.

Seit der Anklage-Erhebung war bislang nur bekannt geworden, dass die Bundesanwaltschaft einen hinreichenden Tatverdacht sieht, dass die Sabotage im Auftrag von staatlichen Stellen der Ukraine erfolgt sei. Die Details der Anklageschrift untermauern diesen Verdacht. In den abgehörten GesprĂ€chen in der italienischen Untersuchungshaft beklagte sich der Festgenommene demnach auch, dass er sich von seinem Land und seinem PrĂ€sidenten "alleingelassen" fĂŒhle. Zudem soll er den Wunsch geĂ€ußert haben, mit seinem "Kommandeur" sprechen zu können.

Dabei soll es sich mutmaßlich um einen Hinweis auf einen ukrainischen Geheimdienstmann handeln. Dieser hatte nach der Verhaftung des TatverdĂ€chtigen in einer schriftlichen Stellungnahme behauptet, zum Zeitpunkt der Sabotage habe der TatverdĂ€chtige unter seinem Kommando gestanden. Der ukrainische PrĂ€sident Selenskyj hat eine Beteiligung der Ukraine an der Pipeline-Sabotage stets zurĂŒckgewiesen.

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