Steuern, Luftfahrt

CDU-Wirtschaftsrat fordert Abschaffung der Luftverkehrssteuer

21.05.2026 - 07:04:31 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Wirtschaftsrat der CDU fordert eine vollständige Abschaffung der Luftverkehrssteuer.

Rothaarige Frau in einem Flugzeug (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Rothaarige Frau in einem Flugzeug (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Vor der für Donnerstag angesetzten abschließenden Debatte im Bundestag zur geplanten Absenkung der Abgabe verlangte der Verband weitergehende Maßnahmen, um den Luftverkehrsstandort Deutschland attraktiver zu machen.

Generalsekretär Wolfgang Steiger sagte, eine Senkung der Luftverkehrsteuer greife zu kurz, um die Wettbewerbsnachteile zu beseitigen. Vielmehr wäre eine vollständige Abschaffung angezeigt, verbunden mit einer Senkung der Flughafenentgelte und Gebühren. Ein Aus der Abgabe käme auch Verbrauchern zugute. Eine Stärkung des Luftverkehrsstandorts Deutschland würde perspektivisch höhere Steuereinnahmen schaffen, wenn Airlines und Arbeitsplätze wieder zurückkehrten.

Kritisch äußerte sich Steiger zu der geplanten Gegenfinanzierung. Diese sehe Kürzungen im Verkehrsetat vor, also im investiven Bereich. Stattdessen sollte die Gegenfinanzierung über die Kürzung konsumtiver Ausgaben erfolgen.

Die Entwicklung im Luftverkehr habe generell Nachholbedarf. "Während der Luftverkehr in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren gerade einmal um 1,7 Prozent gewachsen ist, lag das Wachstum in Frankreich bei 30 Prozent und in Polen sogar bei 122 Prozent", sagte er. Hohe staatlich induzierte Kosten hätten dazu geführt, dass Airlines einen Bogen um Deutschland gemacht hätten. Wie in vielen anderen Wirtschaftsbereichen verliere der Standort damit auch im Luftverkehr zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit. Grundsätzlich werde der Luftverkehr weiterwachsen. "Die entscheidende Frage ist, ob künftig noch mit Deutschlands Flughäfen und Airlines oder zunehmend ohne sie", so Steiger.

Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, die Anhebung der Steuer durch die Vorgängerregierung wieder rückgängig zu machen. Damit würde die von den Fluggesellschaften zu zahlende Abgabe zum 1. Juli 2026 auf das Niveau von vor Mai 2024 sinken, heißt es in einem entsprechenden Gesetzentwurf zur Änderung des Luftverkehrssteuergesetzes. Im Bundestag ist am Donnerstag nach einer halbstündigen Debatte eine entsprechende Abstimmung darüber geplant.

Wegen hoher Standortkosten hatten zuletzt zahlreiche Airlines Flüge von und nach Deutschland gestrichen. Unter anderem hatten Easyjet, Ryanair und auch Lufthansa das Streckennetz ausgedünnt.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 69388054 |

Weitere Meldungen

Unionsabgeordnete ziehen rote Linien für Merz Mehrere Unionsabgeordnete drängen Kanzler Friedrich Merz (CDU) zu einem härteren Kurs gegenüber der SPD.CDU und CSU hätten in den vergangenen Monaten Verantwortung übernommen und Kompromisse ermöglicht, unter anderem beim Sondervermögen und beim Rentenpaket, heißt es in einem zweiseitigen Beschluss des Vorstands des Parlamentskreises Mittelstand (PKM), über den der "Spiegel" berichtet."Diese Kompromissbereitschaft findet jedoch dort ihre Grenze, wo zusätzliche steuerliche Belastungen zur Diskussion gestellt, Mittel für wachstumsfördernde Maßnahmen zur Finanzierung anderer Aufgaben herangezogen oder zentrale Grundsätze einer soliden Haushaltspolitik in Frage gestellt werden", heißt es in dem Dokument.Die Kritik richtet sich an Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). (Politik, 20.05.2026 - 18:13) weiterlesen...

Ifo-Chef Fuest kritisiert Bundesregierung scharf Angesichts ausbleibender Reformprojekte übt der Chef des Münchner Ifo-Instituts scharfe Kritik an der Arbeit der Bundesregierung."Der entscheidende Fehler ist, dass die Koalition kein Konzept entwickelt hat, wo sie hin will. (Wirtschaft, 20.05.2026 - 06:00) weiterlesen...

Wirtschaftsweiser Truger warnt vor Kommunal-Kollaps Angesichts eines Rekorddefizits von 32 Milliarden Euro bei den Städten und Gemeinden im vergangenen Jahr hat der Wirtschaftsweise Achim Truger der aktuellen Bundesregierung vorgeworfen, die dramatische Finanznot der Kommunen durch ihre Haushaltspolitik zu ignorieren."Ich fürchte, die Bundesregierung wiegt sich in Sicherheit und ignoriert, dass die Kürzungspolitik woanders Probleme bereitet", sagte Truger im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). (Politik, 20.05.2026 - 01:00) weiterlesen...

Datev-Index: Gastgewerbe-Umsatz steigt deutlich Im Gastgewerbe zeichnet sich erstmals nach Jahren der Stagnation und Schrumpfung eine gewisse Belebung ab. (Wirtschaft, 19.05.2026 - 16:10) weiterlesen...

Linke und Steuerzahlerbund fordern Ende von Diäten-Automatismus Die Linksfraktion und der Bund der Steuerzahler fordern eine Abschaffung automatischer Diäten-Erhöhungen für Bundestagsabgeordnete."Die Aussetzung für dieses Jahr kann nur ein erster Schritt sein", sagte Linksfraktionschefin Heidi Reichinnek dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". (Politik, 19.05.2026 - 00:00) weiterlesen...

Holetschek offen für pauschale Subventionskürzungen Der Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, hat sich offen für pauschale Kürzungen bei Subventionen gezeigt."Es gibt ja durchaus unterschiedliche Meinungen, dass man zum Beispiel pauschal an die Subventionen herangeht", sagte Holetschek im Berlin Playbook Podcast des Nachrichtenmagazins Politico (Montag). (Politik, 18.05.2026 - 05:00) weiterlesen...