Behörden, Schiff

Behörden beobachten Schiff mit wohl explosiver Ladung

20.09.2024 - 20:28:43

Deutsche Behörden beobachten ein Schiff zwischen DÀnemark und Schweden, das Medienberichten zufolge mit 20.000 Tonnen explosiven Ammoniumnitrats beladen und manövrierunfÀhig ist.

Wie die "Welt" berichtet, wird der Frachter "Ruby" von einem Schlepper durch das Kattegat in Richtung dĂ€nische Ostsee geschleppt. Das Havariekommando bestĂ€tigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass die zustĂ€ndigen Behörden im Maritimen Sicherheitszentrum informiert seien, das Schiff beobachteten und bei Bedarf tĂ€tig wĂŒrden.

Ob der Frachter in Richtung der deutschen KĂŒste gezogen werde, sei derzeit Spekulation. Zur bisherigen Route des Schiffs machte das Havariekommando keine Angaben. Auch die womöglich explosive Ladung bestĂ€tigte das Kommando nicht.

Die norwegische Zeitung "The Barents Observer" hatte Anfang September berichtet, die "Ruby" habe im August den russischen Hafen Kandalakscha mit dem Ziel Kanarische Inseln verlassen. Vor der norwegischen KĂŒste sei der Frachter unter maltesischer Flagge aber in einen Sturm geraten und habe einen sicheren Hafen gesucht. Nach einiger Zeit im Hafen von Tromsö sei das Schiff dann aufgefordert worden, diesen Hafen zu verlassen und eine Position anzusteuern, wo es vor Anker repariert werden könne.

Chemikalie gilt als Auslöser von Katastrophe in Beirut

Die hochexplosive Chemikalie Ammoniumnitrat gilt als Auslöser der Explosionskatastrophe im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut im August 2020. Dort waren ĂŒber Jahre große Mengen der Chemikalie unsachgemĂ€ĂŸ im Hafen gelagert worden. Mehr als 200 Menschen kamen ums Leben.

Im Maritimen Sicherheitszentrum des Bundes und der KĂŒstenlĂ€nder sind alle Behörden, die fĂŒr die maritime Sicherheit zustĂ€ndig sind, vereint. Dazu zĂ€hlen neben dem Havariekommando unter anderem die Marine, die Bundespolizei, der Zoll und die Wasserschutzpolizeien der KĂŒstenlĂ€nder. Seinen Sitz hat das Zentrum in Cuxhaven.

@ dpa.de