Die ersten Veröffentlichungen zu den Bevölkerungszahlen 2019 liegen vor

Veröffentlicht: 17.01.2020 um 09:07 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller (Chefredaktion)

Deutschland erreicht Rekord der Bevölkerungszahl. Zuwanderungsrate weiterhin fallend. Auch 2019 mehr TodesfĂ€lle als Geburten. Mehr Zu- als FortzĂŒge.

Menschen - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Menschen - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das Statistische Bundesamt (Wiesbaden) hat die erste SchĂ€tzung zur Anzahl der im Jahre 2019 in Deutschland lebenden Menschen herausgegeben. Grundlage des Zahlenwertes waren die verfĂŒgbaren Daten zu den Geburts- und SterbefĂ€llen bis inklusive Oktober des letzten Jahres sowie zu ZuzĂŒgen und Abwanderungen bis inklusive September. (Die bislang noch fehlenden Daten wurden mit den SchĂ€tzwerten aus einer Zeitreihenanalyse ergĂ€nzt.) Danach hat die Bevölkerungszahl einen neuen Höchststand erreicht: Rund 83,2 Millionen Menschen waren 2019 in Deutschland ansĂ€ssig. Diese Rekordzahl konnte nur durch Zuwanderungen erreicht werden, da in Deutschland mehr Menschen sterben als geboren werden, zumindest seit 1972. Im Jahre 2018 waren es rund 787.500 FĂ€lle an Lebendgeburten und rund 954.900 TodesfĂ€lle, die beim Statistischen Bundesamt zu verzeichnen waren. (Somit gab es ein Defizit mit einem Wert von rund 167.400 im Jahre 2018.) FĂŒr das Jahr 2019 wird nach der SchĂ€tzung bislang von 770.000 bis 790.000 lebend Geborenen und rund 920.000 bis 940.000 SterbefĂ€llen ausgegangen. Das hieße, es hĂ€tte eine leichte Steigerung der Geburtenrate im Jahre 2019 gegeben und eine grĂ¶ĂŸere Steigerung der Anzahl der SterbefĂ€lle mit dem Resultat eines (bislang geschĂ€tzten) Defizits von 130.000 bis 1700.000. EndgĂŒltige Ergebnisse zu den Bevölkerungszahlen fĂŒr das Jahr 2019 sind im Sommer 2020 zu erwarten. Insgesamt wird bislang von einem 2019er Bevölkerungszuwachs von rund 200.000 Menschen ausgegangen. Beim Vergleich mit dem Bevölkerungswachstum in Deutschland zwischen den Jahren 2013 und 2018 lĂ€sst sich allerdings eine Abnahme der Wachstumsrate feststellen. Einen vergleichbaren Wert wie zu 2019 (vorlĂ€ufig) gab es zuletzt 2012. Allgemein lĂ€sst sich bereits seit der deutschen Wiedervereinigung 1989 eine Tendenz zum Bevölkerungswachstum feststellen, mit Ausnahme der Jahre 1998 und 2003 bis 2010. Bis zum Vorliegen der vollstĂ€ndigen Daten, aus denen sich die Bevölkerungszahl fĂŒr 2019 erschließen lĂ€sst, wird - bei der GegenĂŒberstellung von ZuzĂŒgen und Abwanderungen - von einem Wert zwischen 300.000 bis 350.000 ausgegangen, mit dem die ZuzĂŒge die Abwanderungen zahlenmĂ€ĂŸig ĂŒbersteigen. (In 2018 gab es ein Zuwanderungsplus von rund 399.700.) Obwohl es damit insgesamt im Jahre 2019 (nach den vorlĂ€ufigen SchĂ€tzungen des Statistischen Bundesamtes) weit mehr als 350.000 ZuzĂŒge gab, kann weiterhin, wie in 2016 bis 2018, eine Abnahme der ZuzĂŒge seit dem Rekordjahr 2015 festgestellt werden.
de | politik | 59799561 |

Weitere Meldungen

Forsa: Mehrheit kennt Reformpaket der Bundesregierung kaum Die von der Bundesregierung beschlossenen Reformmaßnahmen fĂŒr Arbeitsmarkt, Renten- und Steuersystem sind den meisten BundesbĂŒrgern laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa bislang kaum bekannt. (Politik, 07.07.2026 - 15:49) weiterlesen...

Ein deutsches MedienphĂ€nomen: Podcaster Ben Berndt. Seinen Erfolg erklĂ€rt er damit, dass er kein Journalist ist, sondern freundlicher Gastgeber. Selbst fĂŒr AfD-Mann Björn Höcke. Mit dem Podcast «ungeskriptet» erreicht der Kölner Ben Berndt Millionen. (Unterhaltung, 06.07.2026 - 07:00) weiterlesen...

Scholz hat noch nicht ĂŒber Kanzler-PortrĂ€t entschieden Ex-Kanzler Olaf Scholz (SPD) hat noch nicht entschieden, wer sein PortrĂ€t fĂŒr die "Ahnengalerie" im Kanzleramt malen soll. (Politik, 04.07.2026 - 01:02) weiterlesen...

Bartsch kritisiert Unions-Brandmauer-Debatte als dummes Zeug Dietmar Bartsch (Linke) hat kein VerstĂ€ndnis fĂŒr die Brandmauer-Debatte der Union gegenĂŒber den Linken. (Politik, 03.07.2026 - 11:54) weiterlesen...

Frei verteidigt RĂŒckkehr zur Krankmeldepflicht ab erstem Tag Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) hat die geplante RĂŒckkehr zur Krankmeldepflicht ab dem ersten Krankheitstag verteidigt. (Politik, 03.07.2026 - 09:08) weiterlesen...

Grenzkontrollen: Polizeigewerkschaften sehen Reisezeit gelassen Die Polizeigewerkschaften schauen angesichts der anhaltenden Grenzkontrollen gelassen auf die beginnende Reisezeit. (Politik, 03.07.2026 - 08:31) weiterlesen...