Deutschland, Kolumbien

Deutschland und Kolumbien planen Migrationspartnerschaft

18.09.2024 - 16:40:36

Deutschland und Kolumbien haben am Mittwoch eine gemeinsame AbsichtserklĂ€rung fĂŒr eine Migrationspartnerschaft beider LĂ€nder unterzeichnet.

In einer neuen Steuerungsgruppe sollen Themen festgelegt und besprochen werden. "Ich freue mich, dass wir auch mit Kolumbien zusammenarbeiten, um qualifizierte Arbeits- und FachkrĂ€fte zu gewinnen und irregulĂ€re Migration zu reduzieren. DafĂŒr ist die jetzt unterzeichnete AbsichtserklĂ€rung eine wichtige Basis", erklĂ€rte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD). "Wir wollen aussichtslose Asylverfahren vermeiden und RĂŒckfĂŒhrungen von Menschen ohne Bleiberecht konsequent durchsetzen", sagte die SPD-Politikerin.

"Zugleich bieten wir Chancen fĂŒr Ausbildung und Studium in Deutschland und gewinnen gut qualifizierte ArbeitskrĂ€fte, die wir in vielen Bereichen vom Handwerk bis zur Pflege dringend brauchen." Joachim Stamp (FDP), SonderbevollmĂ€chtigter der Bundesregierung fĂŒr Migrationsabkommen, sieht in der ErklĂ€rung einen Grundstein fĂŒr die Zusammenarbeit in der Migrationspolitik. "Beide Seiten haben dieselben Interessen: Wir wollen Wissenschafts-, Arbeits- und Bildungsmigration fördern und konsequent gegen irregulĂ€re Migration vorgehen", sagte er. "Dies gehen wir unmittelbar an." Jorge Rojas, Vizeaußenminister der Republik Kolumbien, will die Diaspora seines Landes unterstĂŒtzen, die aus "begeisterten, hart arbeitenden und leistungsorientierten" Kolumbianern bestehe, darunter 14.000 sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigte in Deutschland. "Gleichzeitig wollen wir gemeinsam an der Entwicklung von Initiativen zur Verhinderung unsicherer Migration arbeiten", so Rojas. Die Bundesregierung hat bislang mit Indien, Georgien, Kenia und Usbekistan Migrationsabkommen abgeschlossen. Mit Marokko besteht seit Januar 2024 eine Migrationspartnerschaft. Daneben ist die Bundesregierung mit weiteren LĂ€ndern in GesprĂ€chen und Verhandlungen.

@ dts-nachrichtenagentur.de