Deutschland liefert Labor in Kongo zum Nachweis von Mpox
21.08.2024 - 08:34:54Es solle ein mobiles Labor zum Nachweis des Virus in die Demokratische Republik Kongo geliefert werden, teilte das Entwicklungsministerium in Berlin mit. Zudem sei geplant, weitere Fachleute zu trainieren, damit sie Symptome der Krankheit erkennen und die Bevölkerung ĂŒber PrĂ€ventionsmaĂnahmen aufklĂ€ren können. Bereits im Juni gab es den Angaben zufolge entsprechende TrainingsmaĂnahmen im Ostkongo.
"Die afrikanischen Behörden haben die Weltgemeinschaft um Hilfe gebeten. Und diese Hilfe muss jetzt auch geleistet werden", teilte Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) mit. Das betreffe nicht nur Impfdosen, sondern auch LaborkapazitĂ€ten, logistische UnterstĂŒtzung und Beratung, damit die betroffenen LĂ€nder die Ausbreitung des Virus eindĂ€mmen können.
Notfallfonds als Lehre aus der Pandemie
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen der Mpox-AusbrĂŒche in Afrika und einer neuen, womöglich gefĂ€hrlicheren Variante die höchste Alarmstufe ausgerufen. Damit sollen Behörden in aller Welt zu erhöhter Wachsamkeit gebracht werden. Die afrikanische Gesundheitsbehörde CDC Africa verzeichnete innerhalb einer Woche knapp 1.400 neue FĂ€lle der Krankheit Mpox. Seit Jahresbeginn seien es fast 19.000 FĂ€lle gewesen.
"Wir haben als Lehre aus der Pandemie einen internationalen Notfallfonds geschaffen, der derzeit mit 500 Millionen Dollar gefĂŒllt ist", sagte Schulze weiter. "Diese Mittel sollten jetzt gegen Mpox eingesetzt werden." Langfristig sei eine eigene Impfstoffproduktion in Afrika die einzige faire Antwort. Laut Fachleuten scheint die Klade Ib leichter ĂŒbertragbar zu sein als bisherige Varianten und zudem hĂ€ufiger zu schweren VerlĂ€ufen zu fĂŒhren.

