Abrechnung der Corona-Hilfen kostet BundeslÀnder Millionenbetrag
20.03.2024 - 19:33:27Derzeit wĂŒrden bei den fĂŒr die AntrĂ€ge zustĂ€ndigen RegierungsprĂ€sidien in NRW umgerechnet 335 Vollzeit-Mitarbeiter der Dienstleister eingesetzt. Das Land Baden-WĂŒrttemberg schloss nach eigenen Angaben einen umfangreichen Rahmenvertrag mit einem Beratungsriesen ab, der zunĂ€chst ein Volumen von bis zu 110 Millionen Euro bis 2025 umfasst. Vereinbart seien darĂŒber hinaus Optionen fĂŒr zwei einjĂ€hrige VerlĂ€ngerungen ĂŒber jeweils 55 Millionen Euro - insgesamt also bis zu 220 Millionen Euro, teilte das Ministerium mit. Ende Dezember unterstĂŒtzten demnach 497 Mitarbeiter des externen Dienstleisters die landeseigene L-Bank mit der PrĂŒfung der AntrĂ€ge. Auch in weiteren BundeslĂ€ndern sind Unternehmen beauftragt, um die sogenannten Bewilligungsstellen bei der PrĂŒfung der Corona-Schlussabrechnung der Unternehmen zu verstĂ€rken. Angaben zu den Kosten fĂŒr die Dienstleister machten beide LĂ€nder unter Verweise auf nicht öffentliche Informationen nicht. Hamburg und Berlin, die ebenfalls auf private Dienstleister zur UnterstĂŒtzung der Verwaltung zurĂŒckgreifen, machten zu den Kosten keine Angaben. Der Hamburger Senat weigerte sich zudem, die konkreten Dienstleister zu benennen. Viele Hunderttausend Unternehmen in Deutschland, die zwischen 2020 und 2022 ĂŒber verschiedene Hilfsprogramme Corona-ZuschĂŒsse des Bundes erhalten haben, sind verpflichtet, Schlussabrechnungen einzureichen. Dadurch soll ĂŒberprĂŒft werden, ob seinerzeit auf Basis der verfĂŒgbaren Informationen zu viel oder zu wenig Geld ausgezahlt worden ist. "Capital" berichtet unter Berufung auf Kreise der beteiligten Förderbanken, dass bislang bundesweit erst rund 100.000 AntrĂ€ge final entschieden wurden. Insgesamt rechnen die BundeslĂ€nder mit 900.000 oder noch mehr Antragspaketen. In der vergangenen Woche hatten die Wirtschaftsminister von Bund und LĂ€ndern die Frist fĂŒr die Einreichung der Schlussabrechnungen verlĂ€ngert. Nun mĂŒssen die entsprechenden AntrĂ€ge bis spĂ€testens Ende September eingereicht werden. Nach bisherigen Angaben wollen die LĂ€nder die Corona-Schlussabrechnungen bis Ende 2027 abarbeiten. Zu diesem Zweck haben Bund und LĂ€nder zuletzt beschlossen, den PrĂŒfprozess zu entschlacken.


