Steuern, Arbeitsmarkt

Wirtschaftsweiser warnt vor Steuerfreiheit von Überstunden

17.09.2025 - 10:25:38

Die Aktivrente und die Steuerfreiheit von Überstunden sind nach Einschätzung der Wirtschaftsweisen nicht der richtige Weg, um die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland zu steigern.

"Steuerfreie Überstunden oder Überstundenzuschläge wurden in Frankreich bereits erprobt, ohne nennenswerte Wirkungen", sagte der Wirtschaftsweise Martin Werding der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). Auch bei der Aktivrente "ist nicht mit Verhaltensänderungen von Rentnern zu rechnen, die stark genug sind, um die Mitnahmeeffekte zu übertreffen", sagte der Bochumer Top-Ökonom. Ältere Personen, die auch ohne Steuervorteil weiterarbeiten würden, würden sich über die Steuerfreiheit von bis zu 2000 Euro monatlich freuen. "Verlässlichere Ansätze zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit sind weitere, moderate Heraufsetzungen der Regelaltersgrenze ab 2031 und eine versicherungsmathematisch korrekte Festsetzung der Rentenabschläge bei vorzeitigem Rentenzugang", so das Mitglied im Wirtschafts-Sachverständigenrat der Bundesregierung. "Diese Abschläge sind nämlich derzeit zu niedrig, um die längere Rentenlaufzeit auszugleichen. Und natürlich sollten zuallererst Möglichkeiten zur abschlagsfreien Frühverrentung, sprich die Rente mit 63, abgeschafft werden", sagte Werding. Die Bundesregierung will mit der Aktivrente bis zu 2.000 Euro steuerfrei stellen, wenn Personen, die die Regelaltersgrenze erreicht haben, weiterarbeiten.

Zudem sollen die Zuschläge für Überstunden steuerfrei gestellt werden.

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Ungerechtigkeitsempfinden auf höchstem Stand seit 2008 Für 62 Prozent der Bürger geht es in Deutschland aktuell eher ungerecht zu (+2 im Vgl. (Politik, 05.02.2026 - 18:00) weiterlesen...

Umweltministerium startet Renaturierungsprogramm für Flussauen Das Bundesumweltministerium startet ein neues Förderprogramm zur Renaturierung von Auen kleinerer Flüsse in Höhe von 59 Millionen Euro. (Sonstige, 04.02.2026 - 01:00) weiterlesen...

Zahnarzt selbst zahlen? Empörte Reaktionen. Das verlangt ein CDU-naher Verein. Vor allem ein konkreter Vorschlag erntet empörte Reaktionen. Einschnitte für Versicherte und Arbeitslose sollen die Wirtschaftskräfte entfesseln. (Politik, 01.02.2026 - 16:24) weiterlesen...

CDU-Wirtschaftsrat: Kassen- und Sozialleistungen streichen. Alles müsse getan werden, um Wirtschaftskräfte zu entfesseln. Ein CDU-naher Unternehmensverband fordert Einschnitte für Versicherte und Arbeitslose. (Politik, 01.02.2026 - 13:26) weiterlesen...

Spahn will Investoren mit Steueranreiz nach Deutschland holen Der Vorsitzende der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), hat vorgeschlagen, Gründer und Unternehmer im Ausland mit einem Steueranreiz nach Deutschland zu locken. (Politik, 01.02.2026 - 08:00) weiterlesen...

IW-Studie: Geringverdiener ziehen Hunderttausende aus dem System Geringverdiener und sozial Schwache erhalten in Deutschland über das gesamte Leben hunderttausende Euro mehr soziale und öffentliche Leistungen als sie dafür je an Steuern und Sozialabgaben eingezahlt haben. (Politik, 01.02.2026 - 00:00) weiterlesen...