Initiatoren, Lob

Initiatoren erhalten Lob fĂŒr PlĂ€ne zum Verfassungsgerichtsschutz

23.07.2024 - 14:07:39

Die am Dienstag vorgestellten PlĂ€ne der Ampelkoalition sowie der Union zum Schutz des Verfassungsgerichts durch eine GrundgesetzĂ€nderung stoßen in den LĂ€ndern und in der Fachwelt auf Zustimmung.

"Dass sich eine breite ĂŒberparteiliche Allianz zur StĂ€rkung des Bundesverfassungsgerichts formiert hat, ist ein klares Zeichen an alle Feinde unserer Demokratie", sagte die Vorsitzende der Justizministerkonferenz, Niedersachsens Ressortchefin Kathrin Wahlmann (SPD), dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Unser Ziel muss es sein, gemeinsam einen starken Schutzwall um diesen Garanten unseres freiheitlich-demokratischen Rechtsstaats zu errichten. Es ist und bleibt dabei der richtige Weg, Regelungen zum Schutz des Bundesverfassungsgerichts im Grundgesetz zu verankern." Die SPD-Politikerin fĂŒgte hinzu: "Ich gehe davon aus, dass die LĂ€nder nun zeitnah in den Einigungsprozess einbezogen werden, und hoffe sehr, dass wir schon bald zu einem von allen demokratischen KrĂ€ften in Bund und LĂ€ndern getragenen Konsens finden werden."

Ein starkes und unabhĂ€ngiges Verfassungsgericht sei eine tragende SĂ€ule des demokratischen Rechtsstaats, so Wahlmann. Der verbesserte Schutz des Bundesverfassungsgerichts mĂŒsse deshalb allen Demokraten im Land ein zentrales Anliegen sein. Der VizeprĂ€sident des Deutschen Anwaltvereins (DAV), Ulrich Karpenstein, hatte zuvor bereits dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" gesagt, dass er die Einigung fĂŒr "unbedingt notwendig" halte. "Es ist doch lĂ€ngst ein Gemeinplatz, dass Gewaltenteilung und Verfassungsgerichtsbarkeit unter dem Grundgesetz keineswegs besser abgesichert sind als etwa in Polen, Ungarn und vielen weiteren Staaten, in denen sich nationalpopulistische Regierungsmehrheiten handstreichartig die Justiz unterwerfen konnten." Karpenstein fĂŒgte hinzu: "Wir brauchen aber gerade in politisch ungemĂŒtlicheren Zeiten eine funktionsfĂ€hige und unabhĂ€ngige Verfassungsgerichtsbarkeit. Nur sie kann garantieren, dass die 75-jĂ€hrige Erfolgsgeschichte des Grundgesetzes auch in 75 Jahren noch fortgeschrieben werden kann."

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