Badenberg hĂ€lt AfD-Verbotsverfahren in Sachsen-Anhalt fĂŒr möglich
Veröffentlicht: 11.07.2026 um 15:08 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de"Der ThĂŒringer Landesverband ist seit Jahren als gesichert rechtsextremistisch eingestuft", sagte Badenberg dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Der Landesvorsitzende Björn Höcke macht kein Geheimnis daraus, was er vorhĂ€tte, wenn er in Regierungsverantwortung kĂ€me." Zahlreiche rassistische und antisemitische ĂuĂerungen seien dokumentiert.
"Aus meiner Sicht hĂ€tte ein Verbot des thĂŒringischen Landesverbands Aussicht auf Erfolg", sagte Badenberg daher. Ein solches Verbotsverfahren sei laut der ehemaligen VizeprĂ€sidentin des Bundesamts fĂŒr Verfassungsschutz auch in anderen OstverbĂ€nden denkbar. "Neben ThĂŒringen könnte ein solches Verfahren auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt in Betracht kommen", sagte sie.
DarĂŒber hinaus rĂ€t die Senatorin dazu, sich auf ein Szenario, in dem die AfD die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewinnt, vorzubereiten. "Vor der Landtagswahl in ThĂŒringen im September 2024 war absehbar, dass die AfD deutlich an Einfluss gewinnen wĂŒrde", sagte Badenberg. Die damalige Landesregierung von Ex-Linken-MinisterprĂ€sident Bodo Ramelow habe dennoch nicht alle notwendigen Vorkehrungen getroffen. "Eine Folge ist, dass die AfD die SperrminoritĂ€t nutzt, um die Wahl eines neuen Richterwahlausschusses zu blockieren." Dadurch bestehe die Gefahr, dass Richterstellen nicht nachbesetzt werden können.
Zur Causa Kai Wegner, der sich als CDU-Spitzenkandidat fĂŒr die Berlin-Wahl zurĂŒckgezogen hat, wollte sich Badenberg nicht einlassen: "Zu Personalfragen und Spekulationen Ă€uĂere ich mich nicht", machte sie deutlich, "unsere volle Konzentration gilt den Aufgaben fĂŒr die Berlinerinnen und Berliner."
