Gesundheit

Bund-LĂ€nder-Arbeitsgruppe legt Optionen fĂŒr Pflegereform vor

11.12.2025 - 19:05:07

Die Bund-LĂ€nder-Arbeitsgruppe zur Pflegereform hat am Donnerstag VorschlĂ€ge zur Sicherstellung der pflegerischen Versorgung und Optionen fĂŒr eine Finanzierung der Pflegeversicherung vorgelegt.

Demnach sollen bei der Begutachtung von PflegebedĂŒrfigkeit die Schwellenwerte angepasst werden, um die Leistungen "stĂ€rker auf diejenigen zu fokussieren, die sie tatsĂ€chlich benötigen". FĂŒr die Pflegekosten werden zwei Optionen beraten: Eine "Dynamisierung", bei der die Eigenanteile regelmĂ€ĂŸig angepasst werden, und ein "Sockel-Spitze-Tausch", bei dem BedĂŒrftige offenbar einen festen Grundbetrag zahlen und die Versicherung nur das, was darĂŒber hinausgeht. Die PrĂ€vention vor und in der Pflege soll deutlich gestĂ€rkt werden. Beispielsweise sind freiwillige Gesundheits-Check-Ups fĂŒr Ă€ltere Menschen zur FrĂŒherkennung von Risikofaktoren geplant.

Zudem schlĂ€gt die Arbeitsgruppe zum BĂŒrokratieabbau eine BĂŒndelung ambulanter Leistungen und einen Abbau doppelter Vorgaben auf Landes- und Bundesebene an. Die Kernfrage bleibe die nachhaltige Finanzierung der Pflegeversicherung, sagte Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU). "Dazu halten wir an der Systematik des Teilleistungssystems fest, wollen die finanziellen Mittel aber zielgerichteter fĂŒr nachweislich nutzbringende Leistungen einsetzen. Die heutigen Ergebnisse sind eine gute Grundlage, um im engen Austausch innerhalb der Bundesregierung und mit den LĂ€ndern einen Gesetzentwurf zu erarbeiten." Das Ergebnispapier der Arbeitsgruppe ist in den BundeslĂ€ndern umstritten: Aus einer ProtokollerklĂ€rung der Regierung Brandenburgs geht hervor, dass das Land dem Papier nicht zustimmt. Schleswig-Holsteins Regierung kritisiert das Papier als Vertagung von BeschlĂŒssen und fordert "konkrete Eckpunkte" fĂŒr die nĂ€chste politische Runde.

@ dts-nachrichtenagentur.de