Missbrauchsbeauftragte fordert verschÀrften Jugendschutz
09.06.2026 - 19:08:04 | dts-nachrichtenagentur.deClaus ergĂ€nzte, Schulen seien in Deutschland unzureichend auf FĂ€lle sexualisierter Gewalt durch LehrkrĂ€fte vorbereitet. Es fehle bundesweit an Wissen ĂŒber TĂ€terstrategien und Missbrauchsmuster - auch bei der Schulaufsicht, die disziplinarisch fĂŒr die PrĂŒfung solcher VorwĂŒrfe zustĂ€ndig ist. Claus fordert verpflichtende Schulungen in allen BundeslĂ€ndern. Ein weiteres Problem sei das Schweigen der Schulen. VorfĂ€lle wĂŒrden selten aufgearbeitet, Betroffene fĂ€nden kein GegenĂŒber. Zudem meldeten Schulen FĂ€lle kaum den zustĂ€ndigen Unfallkassen - obwohl Betroffene dort Anspruch auf Therapiekosten oder Renten haben könnten. Claus nennt dies einen "Skandal". FĂŒr den SpĂ€tsommer kĂŒndigt sie eine deutschlandweite Befragung von NeuntklĂ€sslern zu Gewalterfahrungen an.
Anlass ist eine Tagesspiegel-Recherche zum mutmaĂlichen sexuellen Missbrauch mehrerer SchĂŒlerinnen durch einen Berliner Lehrer. Er soll zwischen 2016 und 2021 mehrere SchĂŒlerinnen sexuell missbraucht haben, in einem Fall soll es zu einer Vergewaltigung gekommen sein. Der Fall wird aktuell vor dem Berliner Landgericht verhandelt. Am kommenden Freitag soll das Urteil fallen.
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