Gesundheit, LĂ€nder

LÀnder wollen zusÀtzliche Mittel gegen Krankenhaus-Insolvenzen

28.06.2023 - 17:08:39

Die BundeslÀnder haben sich vor dem Treffen mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zur Krankenhausreform in zentralen Punkten gegen das Vorhaben gestellt und mehr Mittel gefordert.

Die LĂ€nder verlangen unter anderem ein "Vorschaltgesetz zur Sicherung der LiquiditĂ€t der KrankenhĂ€user und zur Vermeidung eines kalten Strukturwandels in den Jahren 2024 und 2025", heißt es in einem Forderungspapier, das auf Mittwoch datiert ist und ĂŒber das das "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) berichtet. Damit pochen die LĂ€nder auf zusĂ€tzliche Mittel fĂŒr die KrankenhĂ€user, um Insolvenzen zu verhindern, noch bevor die Reform greift.

Das SchriftstĂŒck bezieht sich auf ein Eckpunktepapier des Bundesgesundheitsministeriums zur Klinikreform, ĂŒber das am Donnerstag verhandelt wird. Die LĂ€nder lehnen darin auch vehement das von Lauterbach geplante Transparenzvorhaben ab. Im Grund geht es dabei um eine Deutschlandkarte, aus der Patienten fĂŒr jedes Krankenhaus entnehmen können, in welcher QualitĂ€t es eine Behandlung anbietet. So soll fĂŒr jeden ersichtlich werden, ob die Klinik der Wahl die vom Bund vorgegebenen QualitĂ€tskriterien erfĂŒllt oder nicht. Diese Veröffentlichung sei "entschieden abzulehnen", schreiben die LĂ€nder. "Es wĂŒrden ansonsten Tatsachen geschaffen, die fĂŒr die KrankenhĂ€user gegebenenfalls rufschĂ€digend wirken." Zudem fordern die LĂ€nder deutlich mehr Zeit, die Reform umzusetzen. Die LĂ€nder wollen nicht schon 2024 damit beginnen, die Leistungsgruppen zuzuweisen, sondern erst Ende 2026. Leistungsgruppen sind bundeseinheitliche QualitĂ€tsstandards, die KrankenhĂ€user der Reform zufolge zukĂŒnftig erfĂŒllen mĂŒssen, um Geld von den gesetzlichen Krankenkassen zu erhalten. Sie sind der Kern des Vorhabens, da damit erreicht werden soll, dass nur noch qualifizierte Kliniken komplizierte Eingriffe machen. Finanzwirksam wĂŒrde die Reform dann erst 2028 und nicht, wie vorgesehen 2026.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de