Russland, Ukraine

Bundesregierung unterstĂŒtzt Brief von Selenskyj an Putin

05.06.2026 - 12:21:42 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Bundesregierung begrĂŒĂŸt den Brief, den der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj an den russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin geschrieben hat, und in dem er ein persönliches Treffen vorschlĂ€gt.

Bundesregierung unterstĂŒtzt Brief von Selenskyj an Putin
Russland - Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj (Archiv) 05.06.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Das sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Freitag auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur.

"Wir teilen zudem die Ansicht von PrĂ€sident Selenskyj, dass an GesprĂ€chen mit Russland auch Vertreter Europas und der Vereinigten Staaten beteiligt werden sollen", betonte Hille. "Es darf keine Entscheidungen ĂŒber die Köpfe der Ukraine geben, aber es darf aus unserer Sicht auch keine Entscheidung ohne die EuropĂ€er geben."

Allerdings sieht die deutsche Bundesregierung auf russischer Seite weiterhin keine Bereitschaft fĂŒr die Aufnahme von Verhandlungen. "Im Gegenteil, wir sehen regelmĂ€ĂŸig brutale Angriffe", sagte Hille. "Es liegt an Russland, ernsthaft den Frieden zu suchen, es braucht belastbare Signale von Russland ernsthaft verhandeln zu wollen", sagte der stellvertretende Regierungssprecher weiter.

Der ukrainische PrĂ€sident hatte am Donnerstagabend einen offenen Brief an Putin veröffentlichen lassen, in dem er Russland die alleinige Verantwortung fĂŒr den Krieg zuschreibt und die militĂ€rischen, wirtschaftlichen und politischen Kosten fĂŒr Russland hervorhebt. Er betont, dass die Ukraine dem russischen Angriff widerstanden habe, weiterhin internationale UnterstĂŒtzung erhalte und Russland zunehmend isoliert werde.

Zugleich schlug er direkte Verhandlungen zwischen ihm und Putin vor, vorzugsweise in einem neutralen Staat wie der TĂŒrkei, der Schweiz oder einem arabischen Land.

Als Grundlage fĂŒr GesprĂ€che bot Selenskyj einen vollstĂ€ndigen Waffenstillstand wĂ€hrend der Verhandlungen, einen Gefangenenaustausch nach dem Prinzip "Alle gegen alle" sowie die RĂŒckfĂŒhrung verschleppter Zivilisten und Kinder an. Er forderte Putin auf, den Krieg zu beenden, warnt aber zugleich, dass die Ukraine andernfalls weiterkĂ€mpfen werde und Russland mit zunehmenden Problemen rechnen mĂŒsse.

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