AuswÀrtiges, Amt

AuswÀrtiges Amt blickt besorgt nach Venezuela

29.07.2024 - 12:33:19

Die Bundesregierung blickt nach der PrÀsidentschaftswahl in Venezuela besorgt nach Caracas.

Man sei sehr beunruhigt ĂŒber Berichte, nach denen es AnhĂ€ngern der Opposition verweigert worden sei, an der StimmauszĂ€hlung teilzunehmen, sagte ein Sprecher des AuswĂ€rtigen Amtes am Montag in Berlin. Auch der Zugang zu Wahlprotokollen sei ihnen demnach verwehrt worden. "Wir rufen die venezolanischen Behörden deswegen dazu auf, die Wahlergebnisse detailliert und transparent - das heißt auch aufgeschlĂŒsselt nach einzelnen Wahllokalen - zu veröffentlichen und der Opposition vollen Zugang zu diesen Wahlunterlagen zu geben", so der Sprecher. Besonders besorgt sei man auch ĂŒber Berichte, dass es vereinzelt zu Gewaltanwendungen im Umfeld der Wahlen gekommen sei.

"Wir rufen zum Verzicht von Gewalt auf", fĂŒgte der Sprecher hinzu. Amtsinhaber NicolĂĄs Maduro war in der Nacht zum Montag von der staatlichen Wahlbehörde zum Sieger der PrĂ€sidentschaftswahl in Venezuela erklĂ€rt worden. Die Opposition sprach unterdessen von Wahlbetrug und reklamierte den Wahlsieg fĂŒr sich. OppositionsfĂŒhrerin Maria Corina Machado forderte das MilitĂ€r auf, sich auf die "richtige Seite der Geschichte" zu stellen. Mehrere lateinamerikanische Staaten, darunter Argentinien, Chile, Peru und Uruguay, kĂŒndigten derweil an, das Wahlresultat ohne Belege nicht anerkennen zu wollen. Auch US-Außenminister Antony Blinken Ă€ußerte Zweifel am verkĂŒndeten Wahlergebnis. Es gebe "ernsthafte Bedenken", dass das Ergebnis nicht dem Willen der Bevölkerung entspreche, sagte er. Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin gratulierte wiederum Maduro und stellte sich hinter den PrĂ€sidenten, dessen Wiederwahl im Jahr 2018 bereits wegen mutmaßlicher WahlfĂ€lschung unter anderem von den USA und den Mitgliedern der EuropĂ€ischen Union nicht anerkannt worden war.

@ dts-nachrichtenagentur.de