Bundesregierung kappt Konjunkturprognose
22.04.2026 - 14:27:00 | dts-nachrichtenagentur.deDie wirtschaftliche Lage sei ungünstiger als erwartet, da der kriegerische Konflikt im Nahen Osten zu Engpässen und Preisanstiegen bei Energie und Rohstoffen geführt habe, hieß es zur Begründung. Neben dem Iran-Krieg werde der internationale Handel auch von protektionistischen Maßnahmen und Fragmentierung belastet. Die deutsche Exportentwicklung bleibe schwach, auch aufgrund einer verminderten Wettbewerbsfähigkeit. Die Erholung der deutschen Wirtschaft werde vor allem von der Binnennachfrage getragen. Bei steigenden Realeinkommen bleibe der private Konsum trotz der Kaufkraftverluste infolge des Energiepreisschocks eine Stütze der deutschen Wirtschaft. Daneben würden fiskalische Impulse die Bruttoanlageinvestitionen anregen, während Staatsausgaben, besonders in Infrastruktur und Verteidigung, zur gesamtwirtschaftlichen Belebung beitragen.
Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hänge wesentlich von den Entwicklungen des Konfliktes im Nahen Osten ab und sei mit erheblichen Ungewissheiten verbunden. Zur Veranschaulichung dieser Unsicherheiten wies das Ministerium neben der Frühjahrsprojektion erstmals auch Szenarien mit Simulationen für eine wirtschaftliche Entwicklung unter alternativen Annahmen der Energiepreisentwicklung aus.
"Die für dieses Jahr erwartete wirtschaftliche Erholung wird einmal mehr durch externe geopolitische Schocks ausgebremst", sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Der Krieg im Iran treibe die Preise für Energie und Rohstoffe in die Höhe. "Das belastet die privaten Haushalte und erhöht die Kosten für die deutsche Wirtschaft."
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