Bund, GeschÀfte

Bund sichert mehr GeschÀfte von Firmen im Ausland ab

31.01.2024 - 16:59:04

Die Bundesregierung hat im vergangenen Jahr mehr GeschÀfte deutscher Firmen im Ausland abgesichert.

Mit Exportkreditgarantien wurden Lieferungen und Leistungen in Höhe von 18,4 Milliarden Euro abgesichert, wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte. 2022 betrug dieser Wert 14,9 Milliarden Euro.

Der Bund habe im vergangenen Jahr unter anderem Projekte bei Wind- und Solarenergie, grĂŒnem Wasserstoff und elektrifizierter Schienen-Infrastruktur mit Exportkreditgarantien unterstĂŒtzt, hieß es. Gut 80 Prozent der abgesicherten GeschĂ€fte entfielen demnach auf Schwellen- und EntwicklungslĂ€nder. "Viele GeschĂ€fte in diesen LĂ€ndern lassen sich nur mit staatlicher UnterstĂŒtzung realisieren."

ZiellĂ€nder mit den höchsten Volumina der in Deckung genommenen ExportgeschĂ€fte waren die TĂŒrkei, Ägypten, Angola, Mexiko und Saudi-Arabien.

Mit Exportkreditgarantien können Unternehmen vor wirtschaftlich und politisch bedingten ZahlungsausfĂ€llen bei GeschĂ€ften im Ausland geschĂŒtzt werden. Unternehmen zahlen im Gegenzug eine PrĂ€mie.

Daneben gibt es Investitionsgarantien: Diese sichern Investoren bei Auslandsinvestitionen gegen politische Risiken wie Enteignung und Krieg ab. Laut Ministerium ĂŒbernahm der Bund 2023 Investitionsgarantien mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro. Nach der Zahl der genehmigten AntrĂ€ge lag die Ukraine auf dem ersten Rang. Russland fĂŒhrt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Die Bundesregierung hatte Änderungen bei der staatlichen Exportförderung auf den Weg gebracht, um mehr Investitionen in den Klimaschutz zu lenken. FĂŒr eine sogenannte rote Kategorie sollen GeschĂ€fte nicht mehr durch Exportkreditgarantien abgesichert werden. Dazu zĂ€hlen Kohlekraftwerke oder Ölförderung.

@ dpa.de