EU, China

Berlin signalisiert UnterstĂŒtzung fĂŒr hĂ€rtere Chinapolitik

27.05.2026 - 20:07:02 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Bundesregierung signalisiert UnterstĂŒtzung fĂŒr einen hĂ€rteren Kurs gegenĂŒber China.

Chinesische Fahne (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Chinesische Fahne (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Die europĂ€ische Debatte ĂŒber "robuste Maßnahmen" gehe aus deutscher Sicht in die richtige Richtung, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Berliner Regierungskreise. In wichtigen Details gebe es aber noch GesprĂ€chsbedarf.

Die EU bereitet derzeit sektorweite Schutzzölle vor. Chinas ÜberkapazitĂ€ten "bedrohen Europas wirtschaftliche Kerninteressen", sagte Industriekommissar StĂ©phane SĂ©journĂ© der Zeitung.

In BrĂŒssel kursiert ein sogenanntes Non-Paper, in dem Spanien, Frankreich, Italien, Niederlande und Litauen die Kommission unterstĂŒtzen und sich fĂŒr Schutzzölle aussprechen. In dem Papier warnen die LĂ€nder vor einer Zunahme von "systemischen und strukturellen industriellen ÜberkapazitĂ€ten". Diese Entwicklung habe direkte Folgen fĂŒr ganz Europa: Zwischen 2019 und 2025 habe die Industrie eine Million ArbeitsplĂ€tze verloren.

Aus Sicht der Bundesregierung ist es positiv, dass in dem Papier China nicht namentlich genannt wird. Das reduziere die Wahrscheinlichkeit, dass Peking die handelspolitischen PlĂ€ne als Provokation werte und mit Gegenzöllen reagiere. Nach jetzigem Stand ist die Bundesregierung aber nicht bereit, sich dem Papier anzuschließen.

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