Regierung, Ausschreibung

Regierung plant erste Ausschreibung von Kraftwerken bis Sommer

05.02.2024 - 13:05:52 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Bundesregierung will mit dem Bau neuer Kraftwerke in Deutschland möglichst schnell starten.

Strommast (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Strommast (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Die Ausschreibungen zur Förderung neuer wasserstofffÀhiger Gaskraftwerke sollen in den kommenden drei bis vier Monaten ausgearbeitet werden, berichtet der "Spiegel". Die erste Auktion mit 2,5 Gigawatt KapazitÀt soll demnach im Sommer stattfinden, drei weitere Auktionen mit derselben Höhe an Leistung bis spÀtestens zum Herbst 2025. Die Regierung will nach Informationen des "Spiegel" sowohl die Bauinvestitionen (Capex) als auch den spÀteren Betrieb der Anlagen (Opex) fördern.

Im Betrieb soll fĂŒr maximal 800 Stunden im Jahr die Preisdifferenz zwischen Wasserstoff und Erdgas gefördert werden. Es soll sowohl grĂŒner Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gefördert als auch sogenannter blauer Wasserstoff aus Erdgas oder Kohle, bei dem das CO2 abgeschieden und gespeichert wird. Alle anderen Wasserstoffarten, etwa solcher aus Atomstrom, sollen grundsĂ€tzlich in den Kraftwerken verfeuert werden dĂŒrfen - sie werden aber nicht gefördert. Die neu zu bauenden Kraftwerke sollen zwischen 2035 und 2040 vollstĂ€ndig auf Wasserstoff umgestellt werden. Der genaue Zeitplan fĂŒr den Umstieg auf Wasserstoff soll bis 2032 beschlossen sein, wenn das deutsche Kernnetz fĂŒr Wasserstoff steht. Die geförderten Kraftwerke sollen an Standorten entstehen, die die Stromversorgung bestmöglich absichern und die Netze möglichst wenig belasten. Annahme der Regierung ist, dass die gĂŒnstigsten Gebote in den Auktionen von Bietern stammen dĂŒrften, die bereits gĂŒnstige Netz- und FlĂ€chenbedingungen haben. Die geschĂ€tzten Kosten fĂŒr die kommenden 20 Jahre belaufen sich auf rund 16 Milliarden Euro. In dieser Summe sei sowohl die Anschubfinanzierung fĂŒr den Neubau der Kraftwerke enthalten als auch die Förderung der Verbrennung von Wasserstoff in deren spĂ€teren Betrieb, hieß es. Der SchĂ€tzung lĂ€gen jahresscharfe Berechnungen zugrunde. Die Zahl könne, je nach den Wasserstoffpreisen auf dem Weltmarkt, leicht nach oben oder unten schwanken.

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