Deutschland, Gesundheit

Kompromiss zu Spargesetz fĂŒr KassenbeitrĂ€ge

17.12.2025 - 20:55:18

Die Bundesregierung will verhindern, dass die Krankenversicherung Anfang 2026 noch teurer wird. Nun ist der Weg fĂŒr ein Spargesetz doch geebnet.

Ein Sparpaket zum Stabilisieren der KrankenkassenbeitrĂ€ge im neuen Jahr kann kommen. Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat verstĂ€ndigte sich in Berlin auf einen Kompromiss in der Streitfrage einer vorgesehenen Ausgabenbremse bei den KrankenhĂ€usern. Einsparungen bei den Klinik-VergĂŒtungen 2026 sollen demnach nicht zu einer niedrigeren Ausgangsbasis fĂŒr Folgejahre fĂŒhren. Geplant ist jetzt, dass Bundestag und Bundesrat die gefundene Lösung in ihren Sitzungen an diesem Freitag billigen.

Die LÀnderkammer hatten das vom Bundestag beschlossene Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) im November gestoppt. Die Co-Vorsitzende des Vermittlungsausschusses, Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprÀsidentin Manuela Schwesig (SPD), sprach nun von einem guten Kompromiss. Sie rechne mit einer Zustimmung im Bundesrat, da die LÀnder im Ausschuss dem Kompromiss zugestimmt hÀtten. 

LĂ€nder hatten sich gegen Einsparungen bei den Kliniken gewandt

Der Co-Vorsitzende Hendrik Hoppenstedt (CDU), erlĂ€uterte, zur VerstĂ€ndigung gehörten eine Änderung am Gesetz und eine ProtokollerklĂ€rung der Bundesregierung. Der Widerstand der LĂ€nder richtete sich gegen Einsparungen von 1,8 Milliarden Euro bei den Kliniken, die den Großteil des Pakets von zwei Milliarden Euro ausmachen sollen. DafĂŒr soll der Anstieg der Klinik-VergĂŒtungen 2026 auf die tatsĂ€chlichen Kostensteigerungen begrenzt werden. Dies soll dazu beitragen, die ZusatzbeitrĂ€ge der Kassen zum 1. Januar 2026 zu stabilisieren.

Warken begrĂŒĂŸte die Zustimmung zu dem von ihr eingebrachten Vorschlag. Der Kompromiss zielt darauf, die Auswirkungen auf 2026 einzugrenzen und fĂŒr 2027 eine etwas höhere Ausgangsbasis fĂŒr folgende VergĂŒtungsregelungen festzulegen. Die Ministerin erlĂ€uterte vorab, dass die Kliniken im nĂ€chsten Jahr einen Sparbeitrag leisten sollten, dies dann aber wieder ausgeglichen werde.

Höhere BeitrÀge schon absehbar?

Die Krankenkassen mĂŒssen in diesen Tagen ihre ZusatzbeitrĂ€ge fĂŒr 2026 festlegen, die sie je nach ihrer Finanzlage ermitteln. Im Schnitt liegt das Niveau derzeit bei 2,9 Prozent. Der gesamte Beitrag, den sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen, umfasst daneben den allgemeinen Satz von 14,6 Prozent. Kassenvertreter warnen, dass auch mit dem Sparpaket Anhebungen 2026 absehbar seien, da viele Kassen Reserven auf Mindestwerte auffĂŒllen mĂŒssen.

@ dpa.de

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