Zweite Bundeswehrmaschine aus Israel in Deutschland gelandet
15.10.2023 - 08:19:12 | dpa.deZwei Bundeswehrmaschinen mit ausgeflogenen Passagieren aus Israel sind in Deutschland gelandet. Der erste MilitĂ€rtransporter vom Typ A400M erreichte am frĂŒhen Morgen den MilitĂ€rflugplatz im niedersĂ€chsischen Wunstorf. An Bord waren nach Bundeswehr-Angaben 51 Passagiere. Eine zweite Transportmaschine landete dort gegen 7.00 Uhr, wie die Bundeswehr auf der Online-Plattform X (frĂŒher Twitter) mitteilt. Den Angaben nach waren 29 Passagiere an Bord.
«Weitere FlĂŒge sind in Vorbereitung», hatte die Bundeswehr ĂŒber die Online-Plattform X mitgeteilt. Um 9.35 Uhr landete dann ein Airbus A321 auf dem Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv. Am Boden beginne die Aufnahme von Passagieren, schrieb die Bundeswehr auf X.
Eine Woche nach den Terrorangriffen der Hamas auf Israel beteiligt sich die Bundeswehr unmittelbar daran, deutsche StaatsbĂŒrger aus Israel herauszuholen - wĂ€hrend die dortige Armee einen groĂangelegten Angriff auf den von den militanten Islamisten kontrollierten Gazastreifen vorbereitet. In den vergangenen Tagen hatte das AuswĂ€rtige Amt schon etwa 2800 BundesbĂŒrger und Familienmitglieder bei der Ausreise unterstĂŒtzt.
Pistorius: Sind auf militÀrische Evakuierungen vorbereitet
Minister Boris Pistorius (SPD) erklĂ€rte dazu: «Die Bundeswehr ist mit dem AuswĂ€rtigen Amt in enger Abstimmung und unterstĂŒtzt es bei der so genannten schnellen Luft-Abholung. Auch auf militĂ€rische Evakuierungen sind wir vorbereitet, falls dies erforderlich werden sollte. Ich bin stolz, dass sich unsere Bevölkerung auf die schnelle Einsatzbereitschaft dieser KrĂ€fte verlassen kann.»
In den vergangenen Tagen hatte das AuswĂ€rtige Amt schon etwa 2800 BundesbĂŒrger und Familienmitglieder bei der Ausreise unterstĂŒtzt. Die Lufthansa hat ihre LinienflĂŒge aus Israel auf Eis gelegt, zwischenzeitlich gab es aber SonderflĂŒge.
Wolfgang Hellmich, verteidigungspolitischer Sprecher der SPD im Bundestag, erklĂ€rte: «Wir begrĂŒĂen es sehr, dass die Bundesregierung nun die bereitstehenden und erprobten FĂ€higkeiten der Luftwaffe einsetzt, um deutsche StaatsbĂŒrgerinnen und StaatsbĂŒrger aus Israel in Sicherheit zu bringen.» Beide Maschinen hĂ€tten Hilfsmaterial fĂŒr Israel an Bord, und der RĂŒckflug werde fĂŒr die Evakuierung deutscher StaatsbĂŒrgerinnen und StaatsbĂŒrger genutzt. «Mögen so viele Personen wie nur möglich heil zurĂŒckkehren.»
Israel bereitet groĂen Angriff auf Gazastreifen vor
Das israelische MilitĂ€r bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen «integrierten und koordinierten Angriff aus der Luft, vom Meer und dem Land» auf die islamistische Hamas im Gazastreifen vor. Die Vorbereitungen stĂŒnden vor dem Abschluss, hieĂ es am Samstagabend.
Eine neue Ausreiseoption ĂŒber Jordanien war bislang nur in sehr geringem Umfang abgerufen worden. Das AuswĂ€rtige Amt wollte Menschen, die sich dafĂŒr entschlossen haben, beim Bustransport nach Akaba helfen. Es appellierte ĂŒberdies an ausreisewillige Deutsche, sich in der Krisenvorsorgeliste Elefand einzutragen. Zudem bereite man sich «auf alle EventualitĂ€ten vor, zum Beispiel fĂŒr den Fall einer VerschĂ€rfung der Lage», hieĂ es.
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