ĂrzteverbĂ€nde kritisieren fehlende UnterstĂŒtzung fĂŒr Digitalisierung
02.08.2023 - 17:19:06Man sei "fĂŒr die Digitalisierung" und vom Nutzen der elektronischen Patientenakte (ePA) ĂŒberzeugt, sagte BZĂK-VizeprĂ€sidentin Romy Ermler. Aber die E-Patientenakte und andere Anwendungen wie das E-Rezept werden ihrer Ansicht nach nur dann erfolgreich sein, wenn ZahnĂ€rzte nicht weiter belastet werden.
"Hier gilt dasselbe, was fĂŒr andere Lebensbereiche auch gilt: Digitale Anwendungen setzen sich durch, wenn sie unser Leben besser machen und eine Arbeits-, Zeit- oder Kostenersparnis mit sich bringen. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel - weg von einer Digitalisierung, die immer neue VerwaltungsaufwĂ€nde schafft, hin zur tatsĂ€chlichen UnterstĂŒtzung der Behandlung", sagte Ermler. "Staatlich verordnete Fristen, Sanktionen und BuĂgelder helfen ĂŒberhaupt nicht." Auch die KassenĂ€rztliche Bundesvereinigung vermisst eine "notwendige UnterstĂŒtzung der niedergelassenen Ărzte und Psychotherapeuten". KBV-Vorstandsmitglied Sibylle Steiner sagte, es brauche "praxistaugliche und funktionierende Anwendungen", die die Versorgung verbessern "und nicht, wie jetzt auch bei der ePA zu befĂŒrchten, mehr Zeit kosten". In dem Referentenentwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium fehlten "klare Vorgaben fĂŒr die Anpassung der Praxisverwaltungssysteme und fĂŒr ausreichende Tests, bevor Anwendungen in den Regelbetrieb gehen", sagte Steiner. "Stattdessen drohen den Praxen einmal mehr Sanktionen und BuĂgelder." So erreiche man kein Vertrauen bei den Ărzten und Psychotherapeuten, sagte die KBV-VorstĂ€ndin. "Wenn gewollt ist, dass Digitalisierung ein Erfolg wird, muss man mit ihnen und nicht gegen sie arbeiten."
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


