Wahl des Ministerpräsidenten in Thüringen: CDU eventuell mit eigenem Kandidaten

03.02.2020 - 12:10:40 | ad-hoc-news.de

Die CDU Thüringen erwägt bei der Wahl zum Ministerpräsidenten die Aufstellung eines eigenen Kandidaten, falls ein dritter Wahlgang erforderlich wird.

Thüringer Landtag - Foto: über dts Nachrichtenagentur
Mike Mohring, Vorsitzender des CDU-Landesverbandes Thüringen und der CDU-Fraktion im Erfurter Landtag, erklärte am Montag im „Bild“-Polit-Talk „Die richtigen Fragen“, dass das Präsidium der CDU Thüringen im Rahmen einer am Sonntag durchgeführten Telefonkonferenz einstimmig beschlossen habe, jedenfalls für die ersten beiden Wahlgänge der am Mittwoch stattfindenden Wahl zum Ministerpräsidenten keinen eigenen Kandidaten aufzustellen. Dieser Beschluss beziehe sich jedoch nicht auf den dritten Wahlgang. Mike Möhring schloss die Aufstellung eines CDU-Kandidaten für den dritten Wahlgang ausdrücklich nicht aus. Die CDU habe vereinbart, sich vor einem dritten Wahlgang zunächst innerhalb der eigenen Landtagsfraktion sowie mit der FDP zu beraten. Dietmar Bartsch, Vorsitzender der Bundestagsfraktion der „Linken“, zeigte sich derweil überzeugt, dass der ebenfalls der "Linken" angehörende Bodo Ramelow, der bisherige Ministerpräsident Thüringens die Wahl im Erfurter Landtag für sich entscheiden werde – trotz fehlender Mehrheit seiner aus Linken, Grünen und SPD bestehenden Regierungskoalition. Bodo Ramelow werde am kommenden Donnerstag weiterhin der Ministerpräsident Thüringens sein. Anschließend müsse es an die Arbeit gehen. Der Linken-Bundespolitiker rief die Union zur „Vernunft“ auf. Schließlich gehe es um die Handlungsfähigkeit in Thüringen. Nach der Wiederwahl Ramelows, so Bartsch, werde man beobachten, wie das Regieren in Thüringen mit einer Minderheitsregierung unter Ramelow funktioniere. Auch der CDU-Landesvorsitzende Mohring hält es für möglich, dass Ramelow in der Wahl am kommenden Mittwoch als Ministerpräsident bestätigt wird. Mohring gab im „Bild“-Talk "Die richtigen Fragen" zu bedenken, dass sich das tatsächliche Abstimmungsverhalten der 91 Landtagsabgeordneten kaum mit vollständiger Sicherheit vorhersagen lasse. Zudem ließ Mohring seine Vermutung erkennen, dass insbesondere die AfD-Fraktion mit Blick auf ihren Hauptgegner CDU ein Interesse an der Wahl Ramelow haben könnte.

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