Nach Trumps Anspruch investiert DÀnemark in Grönlands Sicherheit
24.12.2024 - 15:36:42Kurz zuvor hatte der kĂŒnftige US-PrĂ€sident Donald Trump einen Anspruch auf das zu DĂ€nemark gehörende Grönland erhoben.
Der dĂ€nische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen kĂŒndigte an, dass ein "zweistelliger Milliardenbetrag" dafĂŒr vorgesehen sei. Eine genaue Summe nannte er nicht. Zehn Milliarden DĂ€nische Kronen sind umgerechnet rund 1,34 Milliarden Euro.
Angeschafft werden sollen zwei neue Patrouillenboote der Thetis-Klasse, zwei neue Langstreckendrohnen, zwei neue Schlittenhundeteams fĂŒr die Sirius-Patrouille in Grönland und mehr Personal beim Arktis-Kommando, wie Poulsen der Zeitung "Jyllands-Posten" sagte. "Wir haben viele Jahre lang nicht ausreichend in die Arktis investiert, jetzt planen wir eine stĂ€rkere PrĂ€senz."
Zeitpunkt der AnkĂŒndigung ist "Ironie des Schicksals"
Der designierte US-PrĂ€sident Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit vorgeschlagen, Grönland zu kaufen. Nun schrieb er auf der von ihm mitbegrĂŒndeten Online-Plattform Truth Social: "Im Interesse der nationalen Sicherheit und der Freiheit in der Welt sind die USA der Ansicht, dass der Besitz und die Kontrolle von Grönland eine absolute Notwendigkeit sind."
Der dĂ€nische Minister Poulsen nannte es eine "Ironie des Schicksals", dass seine Regierung die MilitĂ€rinvestitionen einen Tag nach Trumps ĂuĂerungen machte. Zugleich betonte er, dass DĂ€nemark das riesige Territorium Grönlands nicht allein ĂŒberwachen könne. "Es gibt keine konkreten PlĂ€ne, aber wir werden mit den USA zusammenarbeiten", sagte Poulsen.
Zuvor hatte die grönlĂ€ndische FĂŒhrung Trumps Anspruch abgewiesen. Grönland stehe nicht zum Verkauf, sagte Regierungschef MĂște Egede. Zugleich betonte er: "Wir mĂŒssen weiterhin offen fĂŒr eine Zusammenarbeit sein." Die dĂ€nische Regierung stellte sich hinter diese Position.

