Deutsch-Israelische Gesellschaft kritisiert Siedlergewalt
10.06.2026 - 15:28:43 | dts-nachrichtenagentur.deIsrael sei ein demokratischer Rechtsstaat, der sein Gewaltmonopol durchsetzen mĂŒsse, so Beck. Allein Polizei und MilitĂ€r seien "berufen, jenseits der unmittelbaren Selbstverteidigung mit Gewalt gegen Terroristen vorzugehen". Die israelischen Sicherheitsbehörden unternĂ€hmen nicht genug, um "diesen Rassisten Einhalt zu gebieten".
Gleichzeitig kritisierte Beck die Hilfsorganisation Amnesty International scharf. Die Menschenrechtsorganisation setze ihre "Verteufelungsstrategie gegen Israel" fort. Mit "Buzzwords" wie Apartheid, Genozid und ethnische SĂ€uberungen stelle Amnesty seit Jahren Israel "als das Erzböse hin" und ĂŒberziehe dabei das MaĂ der Ernsthaftigkeit von Kritik, die in der Sache zum Teil gerechtfertigt sei. Amnesty messe systematisch bei Israel mit zweierlei MaĂ, behauptete er. Beck monierte, dass Amnesty Annexionen und Vertreibungen in anderen LĂ€ndern nicht in gleichem MaĂe anprangere.
Die GeneralsekretÀrin von Amnesty International in Deutschland, Julia Duchrow, hatte zudem weitere Annexionsschritte im Westjordanland angesprochen. Mehrere Staaten, darunter die USA, hatten vor entsprechenden PlÀnen gewarnt. Beck widersprach dieser Einordnung. Israel habe westlich des Jordans keine Annexionen vorgenommen.
Er kritisierte zudem die Forderung nach Aussetzung des Assoziierungsabkommens der EU und Israels. Diese Forderung sei von antisemitischem Furor getrieben. Die europĂ€ische Wirtschaft und Sicherheit profitierten von der Kooperation mit Israel, sagte der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Man wĂŒrde sich ins eigene Fleisch schneiden.
