Silvesterangriffe, Feuerwehrgewerkschaft

Silvesterangriffe: Feuerwehrgewerkschaft fĂŒr Böller-Obergrenze

22.12.2023 - 00:00:00

Die Deutsche Feuerwehrgewerkschaft hat angesichts drohender Angriffe auf EinsatzkrĂ€fte zu Silvester ein Verbot von Schreckschusswaffen sowie eine Obergrenze fĂŒr den Kauf von Feuerwerk gefordert.

"Ein Verbot von Schreckschusswaffen wĂ€re in der Innenministerkonferenz beschlussfĂ€hig gewesen, gekommen ist es nicht", sagte der Sprecher Feuerwehrgewerkschaft, Manuel Barth, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagausgabe). "Warum darf sich jeder Depp den Kofferraum voller Böller laden? HĂ€tte man nicht die Zahl der Verkaufsstellen reduzieren oder die Abgabe auf eine handelsĂŒbliche Menge beschrĂ€nken können?", fragte er.

Barth warf insbesondere Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), die zuletzt ihre Sorge vor neuen Ausschreitungen und Angriffen auf Polizisten, Feuerwehrleute und RettungskrĂ€fte geĂ€ußert hatte, UntĂ€tigkeit vor. "Was hat sie getan, damit es nicht so kommt?", fragte er. Die RettungskrĂ€fte in Berlin seien nicht ausreichend auf mögliche Angriffe in der Silvesternacht vorbereitet. Erst zwei Wochen vor Silvester habe die Feuerwehr in Berlin Sicherheitshinweise der Polizei bekommen, wie sich die Kollegen in einer Gefahrensituation verhalten sollten, sagte Barth, der auch Personalrat bei der Berliner Feuerwehr ist. Diese Hinweise seien zwar theoretisch sehr gut, aber nicht Teil der praktischen Ausbildung gewesen. "Es wĂ€re das ganze Jahr Zeit gewesen, gemeinsam fĂŒr diese Stresssituationen zu trainieren, wir haben das immer wieder vergeblich angemahnt."

@ dts-nachrichtenagentur.de