Faeser, Spionageangriffen

Faeser warnt vor verstÀrkten Spionageangriffen durch Russland

07.03.2024 - 06:13:15

Die deutschen Nachrichtendienste sehen sich nach EinschÀtzung von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) angesichts gewachsener Bedrohungen durch russische Geheimdienste stÀrker gefordert als noch vor einigen Jahren.

"Die Bedrohung durch russische Spionage und Desinformation hat seit Putins mörderischem Angriffskrieg gegen die Ukraine eine neue Dimension erhalten", sagte Faeser dem "Handelsblatt". Zur AufklĂ€rung der aktuellen Abhöraktion gegen Offiziere der Luftwaffe stehe die Spionageabwehr des Bundesamts fĂŒr Verfassungsschutz im Austausch mit dem MilitĂ€rischen Abschirmdienst (MAD). "Dieser Fall zeigt, wie notwendig und berechtigt unsere Warnungen vor verstĂ€rkten Spionageangriffen mittels klassischer Methoden oder Cyberangriffen durch russische Nachrichtendienste sind." Faeser sprach von "erheblichen" hybriden Bedrohungen Russlands, die auch dem Umstand geschuldet seien, dass Deutschland in Europa der mit Abstand stĂ€rkste UnterstĂŒtzer der Ukraine sei.

"Putin will diese UnterstĂŒtzung untergraben. Er will demokratische Entscheidungen diskreditieren und unsere Gesellschaft spalten", sagte die Ministerin. "Umso stĂ€rker mĂŒssen wir mit Fakten gegenhalten, damit Putin keine Chance hat, mit seinen LĂŒgen durchzudringen." Laut Faeser wurden die Schutzmaßnahmen der Sicherheitsbehörden gegen Spionage und Desinformation "schon seit LĂ€ngerem insgesamt hochgefahren". "Die KrĂ€fte zur BekĂ€mpfung von Desinformation haben wir seit Beginn des russischen Angriffskriegs in einer Taskforce der Bundesregierung gebĂŒndelt", so die Ministerin. "ZusĂ€tzlich bilden wir jetzt eine neue FrĂŒherkennungseinheit, um auslĂ€ndische Manipulationskampagnen schnell zu detektieren und ĂŒber diese zu informieren." Zudem sei gerade erst bei der Cybersicherheitsbehörde BSI ein neues IT-Lagezentrum eröffnet worden, um Cyberangriffe jederzeit schnell zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Auch die Spionage- und Cyberabwehr des Bundesamts fĂŒr Verfassungsschutz sei "personell deutlich verstĂ€rkt", so Faeser.

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