Verdi, SPD-PlÀne

Verdi begrĂŒĂŸt SPD-PlĂ€ne zur Besteuerung von Spitzenverdienern

07.11.2023 - 01:00:00

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi begrĂŒĂŸt die PlĂ€ne der Kanzlerpartei SPD fĂŒr eine stĂ€rkere Besteuerung von Top-Verdienern sowie eine Reform der Schuldenbremse.

Verdi-Chef Frank Werneke sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben): "Mit der bislang maßgeblich von der FDP beeinflussten Haushaltspolitik samt Steuererleichterungen fĂŒr Unternehmen und Vermögende und gleichzeitig KĂŒrzungen im sozialen Bereich sind die anstehenden Herausforderungen nicht zu bewĂ€ltigen. Deshalb geht die Diskussion in der SPD in die absolut richtige Richtung."

Werneke ergĂ€nzte: "Eine deutlich stĂ€rkere Beteiligung Reicher und Vermögender ist lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig. Und die Aussetzung der Schuldenbremse ist die Voraussetzung dafĂŒr, dass der Staat ĂŒberhaupt wieder handlungsfĂ€hig wird." Das SPD-PrĂ€sidium hatte zuvor seinen Leitantrag fĂŒr den Parteitag im Dezember gebilligt. In dem Papier heißt es, dass die jĂŒngsten Krisen die soziale Ungleichheit in Deutschland verstĂ€rkt hĂ€tten. Als Antwort darauf wollen die Sozialdemokraten Top-Verdiener, die Reichensteuer zahlen, zusĂ€tzlich mit einer "temporĂ€ren Krisenabgabe" belegen und zugleich die Einkommensteuer fĂŒr 95 Prozent der Bevölkerung senken. Um mehr Investitionen in die Infrastruktur möglich zu machen, wollen die Sozialdemokraten zudem weitreichende Änderungen an der Schuldenbremse vornehmen.

@ dts-nachrichtenagentur.de