DEL, Adler Mannheim

EisbÀren holen zwölften DEL-Titel: «In Serie reingefressen»

03.05.2026 - 19:30:01 | dpa.de

Die EisbÀren sichern sich trotz schwieriger Saison die zwölfte DEL-Meisterschaft. Wie die Berliner den Favoriten aus Mannheim im Finale bezwangen.

  • Der Berliner Andreas Eder jubelt mit der TrophĂ€e.  - Foto: Florian Wiegand/dpa
    Der Berliner Andreas Eder jubelt mit der TrophÀe. - Foto: Florian Wiegand/dpa
  • Die EisbĂ€ren jubeln ĂŒber den zwölften Titel in der DEL. - Foto: Florian Wiegand/dpa
    Die EisbĂ€ren jubeln ĂŒber den zwölften Titel in der DEL. - Foto: Florian Wiegand/dpa
  • Einen Schritt voraus: Berlins Liam Kirk im Laufduell mit Marc Michaelis von den Adlern. - Foto: Florian Wiegand/dpa
    Einen Schritt voraus: Berlins Liam Kirk im Laufduell mit Marc Michaelis von den Adlern. - Foto: Florian Wiegand/dpa
  • Der Berliner Andreas Eder jubelt mit der TrophĂ€e.  - Foto: Florian Wiegand/dpa
    Der Berliner Andreas Eder jubelt mit der TrophÀe. - Foto: Florian Wiegand/dpa
  • Die EisbĂ€ren jubeln ĂŒber den zwölften Titel in der DEL. - Foto: Florian Wiegand/dpa
    Die EisbĂ€ren jubeln ĂŒber den zwölften Titel in der DEL. - Foto: Florian Wiegand/dpa
  • Einen Schritt voraus: Berlins Liam Kirk im Laufduell mit Marc Michaelis von den Adlern. - Foto: Florian Wiegand/dpa
    Einen Schritt voraus: Berlins Liam Kirk im Laufduell mit Marc Michaelis von den Adlern. - Foto: Florian Wiegand/dpa
Der Berliner Andreas Eder jubelt mit der TrophĂ€e.  - Foto: Florian Wiegand/dpa Die EisbĂ€ren jubeln ĂŒber den zwölften Titel in der DEL. - Foto: Florian Wiegand/dpa Einen Schritt voraus: Berlins Liam Kirk im Laufduell mit Marc Michaelis von den Adlern. - Foto: Florian Wiegand/dpa Der Berliner Andreas Eder jubelt mit der TrophĂ€e.  - Foto: Florian Wiegand/dpa Die EisbĂ€ren jubeln ĂŒber den zwölften Titel in der DEL. - Foto: Florian Wiegand/dpa Einen Schritt voraus: Berlins Liam Kirk im Laufduell mit Marc Michaelis von den Adlern. - Foto: Florian Wiegand/dpa

Erst flogen vor lauter GlĂŒck die Handschuhe durch die Arena in Mannheim, dann jubelten und klatschten sich die Spieler der EisbĂ€ren Berlin ab - mittendrin ihr Meistercoach Serge Aubin, der sich die FreudentrĂ€nen aus den Augenwinkeln wischte. «FĂŒr mich ist dieser Titel etwas Besonderes, denn es gab eine lange Zeit Zweifel an uns», sagte der 51-JĂ€hrige und verwies auf die vielen RĂŒckschlĂ€ge und Herausforderungen, die sein Team in dieser Spielzeit zu meistern hatte. «Wir sind damit gut umgegangen und zur richtigen Zeit aufgestanden.»

Das gellende Pfeifkonzert der Mannheimer Heimfans war den Titelverteidigern in der Deutschen Eishockey Liga total egal, sie feierten auch eine Stunde nach Spielende noch ausgelassen auf dem Eis. Der verletzte Lean Bergmann bekam im Rollstuhl sitzend als erster die goldene Meistermedaille. 

Dank eines 4:1 (1:0, 1:0, 2:1) verwandelten die EisbĂ€ren ihren zweiten Matchpuck und machten dadurch die zwölfte Meisterschaft in der DEL klar. Die Treffer von Ty Ronning (20./44.), Liam Kirk (22.) und Eric Mik (58.) bedeuteten den entscheidenden letzten Schritt zur erneuten Titelverteidigung. FĂŒr Mannheim traf lediglich Marc Michaelis kurz vor dem Ende, als die Partie lĂ€ngst entschieden war (59.).

EisbÀren-Spieler feiern emotionalen Sieg

«Es fĂ€llt mir schwer, das aufzunehmen. Es ist alles so schnell passiert. Es fĂŒhlt sich alles gut an», sagte EisbĂ€ren-StĂŒrmer Frederik Tiffels, der seinen vierten Meistertitel in Serie klarmachte, bei Magenta TV. 

Besonders emotional war der Titel fĂŒr Andreas Eder, der im Moment des sportlichen GlĂŒcks an seinen im Vorjahr an Krebs gestorbenen Bruder Tobias Eder erinnerte, dessen Name die EisbĂ€ren-Fans ebenfalls skandierten. «In dem Trikot, das mein Bruder als letztes getragen hat, das kann ich nicht in Worte fassen», sagte er. «Was diese Mannschaft die letzten zwei Jahre gemacht hat. Die ganzen Verletzungen, wir haben von Runde zu Runde zum Spiel gefunden», sagte Eder. 

Diese Berliner Meisterschaft galt lange als die unwahrscheinlichste, denn im Verlauf der Saison hatte der Hauptstadt-Club mit zahlreichen Verletzungen zu kĂ€mpfen. Dennoch qualifizierte er sich als Sechster fĂŒr die Playoffs und behielt anschließend gegen die Straubing Tigers, den Hauptrunden-Ersten Kölner Haie und nun auch gegen die Adler die Oberhand. «Es ging nur mit tĂ€glicher Arbeit. Wir haben uns in die Serie reingefressen», sagte Tiffels. «Wir haben eine brutal geile Truppe», sagte Eder.

Historische Wende bleibt aus

Vor allem in den ersten drei Finalspielen gegen Mannheim spielten die Berliner ihre QualitĂ€ten aus. Die Adler hofften nach dem 4:3 nach VerlĂ€ngerung im vierten Duell zwar auf die historische Wende und das Ende der Titel-Sehnsucht. Doch auch in dieser Spielzeit bleibt es dabei: Einen 0:3-SerienrĂŒckstand konnte bislang noch kein Team in der DEL aufholen.

In einem intensiven Spiel hatten beide Mannschaften in der Anfangsphase Chancen - Berlin vor 13.600 Zuschauern mehr und die besseren. Doch es dauerte bis zur Schlussminute des ersten Drittels, ehe Ronning die gut 600 mitgereisten EisbĂ€ren-Fans jubeln ließ. 

Der zweite Abschnitt hĂ€tte fĂŒr die GĂ€ste durch Kirks Tor kaum besser starten können. Auf der Gegenseite verpassten die Adler die schnelle Antwort, weil die letzte Genauigkeit im Passspiel fehlte und auch eine Überzahlsituation nicht genutzt werden konnte. 

EisbĂ€ren-Torwart Stettmer ĂŒberragt

Einmal mehr stand mit EisbĂ€ren-Keeper Jonas Stettmer auch an diesem Nachmittag der beste Mann zwischen den Pfosten. Berlins LeistungstrĂ€ger Manuel Wiederer bezeichnete die Leistung seines Schlussmanns als Â«ĂŒberragend» und fĂŒgte bei MagentaSport hinzu, dass die Leidenschaft «der Weg zum Ziel» sei.

Auch im Schlussabschnitt blieb Berlin seinem Spielstil treu und agierte abgezockt. Das 3:0 durch Ronning bedeutete die frĂŒhzeitige Entscheidung. Zwar gaben die Mannheimer nicht auf, nahmen sogar frĂŒhzeitig den Torwart vom Eis und bekamen einen Penalty zugesprochen. Doch es half nichts, wieder war Stettmer zur Stelle - außer beim 1:4 von Michaelis. Zuvor traf noch Mik ins leere Tor fĂŒr die EisbĂ€ren. Das Warten der Adler auf ihre erste Meisterschaft seit 2019 geht somit weiter. Aber auch sie wurden von ihrem Anhang lautstark fĂŒr eine gute Saison gefeiert.

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