EKD fĂŒrchtet weitere Polarisierung durch soziale Netzwerke
31.01.2025 - 12:47:40
"Der Austausch, die GesprĂ€chskultur, auch das Aushalten anderer Meinungen - alles also, was eine offene, demokratische Debattenkultur ausmacht, halte ich definitiv fĂŒr gefĂ€hrdet", sagte sie dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Gerade in Zeiten, wenn auf der einen Seite Tiktok mit dem chinesischen Staat am Tisch sitzt, und auf der anderen Seite der Trump-Berater Elon Musk mit seiner Plattform X."
Es gehe "nicht nur das GesprĂ€ch verloren, sondern auch die Wahrheit", fĂŒrchtet Fehrs.
Kirche zum Beispiel sei eine Institution, die Zuversicht und Zusammenhalt stĂ€rke. "Beides wird im Zeitalter von Fake News schwieriger", so die Geistliche. "Leider gehen uns als Gesellschaft frĂŒhere vertrauenswĂŒrdige KommunikationsrĂ€ume allmĂ€hlich verloren. Das macht mir groĂe Sorgen." Deshalb brauche man "verstĂ€rkt wieder analoge RĂ€ume", sagte Fehrs. "Nicht umsonst haben wir die Initiative `VerstĂ€ndigungsorte` ins Leben gerufen. Dort bieten Kirche und Diakonie GesprĂ€chsorte und -formate an, bei denen Menschen miteinander ins GesprĂ€ch kommen, die sonst wenig voneinander wissen", sagte sie.


