LÀnder-Energieminister, KontinuitÀt

LĂ€nder-Energieminister fĂŒr KontinuitĂ€t in der Energiewende

23.05.2025 - 17:45:33

Die Energieminister der LÀnder fordern, dass die Energiewende in Deutschland konsequent und verlÀsslich fortgesetzt wird.

"Es geht nicht um das Ob der Energiewende, sondern um das Wie", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister Wolfgang Blank (parteilos) zum Abschluss der Energieministerkonferenz in Rostock-WarnemĂŒnde.

Dabei waren die Ressortchefs der LĂ€nder erstmals mit der neuen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zusammengekommen. Den Ministern zufolge ermahnten sie Reiche, unter anderem die geplanten Maßnahmen zur Strompreissenkung rasch umzusetzen. "Die Stromkosten mĂŒssen spĂŒrbar runter. Es geht um die WettbewerbsfĂ€higkeit der deutschen Wirtschaft und um die soziale Akzeptanz", sagte Blank.

Die Minister zeigten sich zuversichtlich, dass der angekĂŒndigte subventionierte Industriestrompreis trotz EU-rechtlicher Bedenken kommen wird. In ihren BeschlĂŒssen unterstreichen sie die Forderung, dass die Energiewende "dauerhaft im Gleichgewicht von Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit" erfolgen mĂŒsse.

Ausbauziele nicht infrage stellen

Die Ausweisung der fĂŒr Windparks geeigneten FlĂ€chen sei in den LĂ€ndern weit fortgeschritten und dĂŒrfe nicht durch die vom Bund geplante ÜberprĂŒfung der Ausbauziele infrage gestellt werden, hieß es. Es gelte, die FlĂ€chenziele weiter im Blick zu behalten. "Es darf keine Unsicherheit in die regionalen Planungsgemeinschaften hineingetragen werden", sagte Sachsen-Anhalts Energieminister Armin Willingmann (SPD).

RĂŒckhalt fand Reiche fĂŒr den von ihr angekĂŒndigten, von GrĂŒnen und UmweltverbĂ€nden aber heftig kritisierten Neubau von Gaskraftwerken. Diese seien erforderlich, um auch bei sogenannten Dunkelflauten die Stromversorgung sicherstellen zu können, sagte der bayerische Ressortchef Hubert Aiwanger (Freie WĂ€hler). Doch mĂŒssten diese Kraftwerke auch rasch auf die Nutzung von grĂŒnem Wasserstoff umrĂŒstbar sein, der als EnergietrĂ€ger der Zukunft gilt. Sein schleswig-holsteinischer Amtskollege Tobias Goldschmidt (GrĂŒne) betonte, dass diese Gaskraftwerke nur in BedarfsfĂ€llen laufen und nicht den Ausbau der erneuerbaren Energien verzögern dĂŒrften.

BĂŒrgerbeteiligung nach regionalen Erfordernissen

Einig zeigten sich die Minister, dass die Akzeptanz fĂŒr neue Wind- und Solarparks nur erhöht werden könne, wenn auch die davon betroffenen Gemeinden und BĂŒrger direkt davon profitieren. Doch kamen die Ressortchefs Forderungen der Windkraftbranche nach bundesweit einheitlichen Beteiligungsregeln nicht nach. Die Bedingungen in den BundeslĂ€ndern seien sehr unterschiedlich, regionale Lösungen daher der bessere Weg, hieß es.

@ dpa.de