Thinktank, KlimaneutralitÀt

Thinktank errechnet profitablen Weg zur KlimaneutralitÀt

08.01.2025 - 20:16:05

Die Energiewende in Deutschland bis zur KlimaneutralitÀt 2045 kann so gestaltet werden, dass Privathaushalte und Wirtschaft davon unter dem Strich auch finanziell profitieren.

Das geht aus einer Studie des Thinktanks "Energy Watch Group" (EWG) hervor, ĂŒber die die "Frankfurter Rundschau"(Donnerstagausgabe) berichtet. Der Thinktank rechnet in seiner "Roadmap CO2-neutrales Deutschland" vor, dass der klimagerechte Umbau in allen Sektoren gegenĂŒber dem Status Quo bis 2045 rund 1.900 Milliarden Euro an zusĂ€tzlichen Investitionen erfordert, pro Jahr also 95 Milliarden. Was teuer erscheint, ist laut dem Thinktank allerdings gut finanzierbar. Es entsprĂ€che einer Erhöhung der Gesamtinvestitionen in Deutschland, die laut der Analyse 1.800 Milliarden Euro jĂ€hrlich betragen, um rund fĂŒnf Prozent.

Das sei "volkswirtschaftlich leistbar". Die EWG-Fachleute erklĂ€ren zudem, dass dieser Zusatzbelastung Einsparungen gegenĂŒberstehen, die diese Investitionen refinanzieren - unter anderem der Wegfall von Erdöl-, Erdgas- und Kohleimporten. Hinzu komme, dass die zusĂ€tzlichen Investitionen einen "starken Konjunkturschub" auslösen wĂŒrden. Die "Roadmap" dekliniert den Umbau fĂŒr die Sektoren Energie, GebĂ€udewĂ€rme, Verkehr und Industrie durch. Maßnahmen dabei sind unter anderem niedrige Strompreise fĂŒr WĂ€rmepumpen und bestimmte Industrieanwendungen, ein Verbrenner-Verbot fĂŒr Neuwagen bereits ab 2030 und die vorrangige Nutzung von Biosprit fĂŒr den Flugverkehr. In der Bilanz rechnet die Studie vor, dass sich das CO2-neutrale Deutschland nach diesem Plan fĂŒr die Haushalte ein Einkommensplus von 35 Milliarden Euro pro Jahr ergibt, bei einem durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt wĂ€ren das 1.700 Euro pro Jahr. Die Entlastung bei Gewerbe, Handel und Dienstleistungen wird auf 38 Milliarden Euro pro Jahr beziffert, die der Industrie auf 13 Milliarden.

@ dts-nachrichtenagentur.de