Deutschland, Energie

Union: EntlastungsprĂ€mie fĂŒr Arbeitnehmer ist vom Tisch

13.05.2026 - 10:40:16 | dpa.de

Die EntlastungsprĂ€mie von bis zu 1.000 Euro fĂŒr die Arbeitnehmer war von Anfang an heftig umstritten. Der Bundesrat stoppte sie. Nun ist sie Geschichte, noch bevor sie Gesetzeskraft erlangte.

  • Der Koalitionsausschuss habe entschieden, das Vorhaben nicht weiterzuverfolgen, schrieben Fraktionschef Jens Spahn und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann an die Abgeordneten der Union. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa
    Der Koalitionsausschuss habe entschieden, das Vorhaben nicht weiterzuverfolgen, schrieben Fraktionschef Jens Spahn und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann an die Abgeordneten der Union. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa
  • Der Koalitionsausschuss habe entschieden, das Vorhaben nicht weiterzuverfolgen, schrieben Fraktionschef Jens Spahn (rechts) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann an die Abgeordneten der Union. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa
    Der Koalitionsausschuss habe entschieden, das Vorhaben nicht weiterzuverfolgen, schrieben Fraktionschef Jens Spahn (rechts) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann an die Abgeordneten der Union. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa
Der Koalitionsausschuss habe entschieden, das Vorhaben nicht weiterzuverfolgen, schrieben Fraktionschef Jens Spahn und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann an die Abgeordneten der Union. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa Der Koalitionsausschuss habe entschieden, das Vorhaben nicht weiterzuverfolgen, schrieben Fraktionschef Jens Spahn (rechts) und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann an die Abgeordneten der Union. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa

Die EntlastungsprĂ€mie fĂŒr Arbeitnehmer von bis zu 1.000 Euro als Ausgleich fĂŒr die hohen Spritpreise ist nach Angaben aus der FĂŒhrung der Unionsfraktion vom Tisch. Das Vorhaben werde nicht weiter verfolgt, schrieben Fraktionschef Jens Spahn und CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann an die Abgeordneten der Union nach der Sitzung des Koalitionsausschusses. 

Die Nachricht liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Zuvor hatte auch die «Rheinische Post» darĂŒber berichtet. In einem Schreiben von SPD-Fraktionschef Matthias Miersch an die sozialdemokratischen Abgeordneten wurde die am vergangenen Freitag vom Bundesrat gestoppte PrĂ€mie nicht erwĂ€hnt. 

Vorgesehen war, dass die Arbeitgeber ihren BeschÀftigten bis zum 30. Juni 2027 eine PrÀmie von bis zu 1.000 Euro zahlen können, die steuer- und abgabenfrei sein sollte. Die Unternehmen hÀtten die Zahlung als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen können. 

Massive Kritik aus der Wirtschaft und Rote Karte des Bundesrats

Aus der Wirtschaft kam massive Kritik an dem Vorhaben. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen, aber auch öffentliche Arbeitgeber erklÀrten, dass sie in der gegenwÀrtig wirtschaftlich angespannten Situation nicht in der Lage seien, die PrÀmie zu zahlen. 

Im Bundesrat votierten dann nur 4 von 16 LĂ€ndern fĂŒr die PrĂ€mie. Auch Bayern stimmte gegen das Vorhaben, obwohl MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU) es in einem Koalitionsausschuss in der Villa Borsig selbst mit ausgehandelt hatte.

Die LĂ€nder warfen dem Bund vor, dass sie und die Kommunen die Kosten fĂŒr die PrĂ€mie zu fast zwei Dritteln hĂ€tten zahlen sollen. Der Bund habe zwar einen Ausgleich durch die Erhöhung der Tabaksteuer vorgehabt - deren Einnahmen fließen aber nur dem Bundeshaushalt zu. 

Um die EntlastungsprĂ€mie zu retten, hĂ€tte die Bundesregierung den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat anrufen mĂŒssen. Nachdem die PrĂ€mie nun endgĂŒltig gescheitert ist, werden die BĂŒrger vorerst nur durch den Tankrabatt von 17 Cent entlastet. Die Spritpreise sind infolge des Iran-Kriegs stark angestiegen.

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