EU-Staaten, Zölle

EU-Staaten bewilligen Zölle auf E-Autos aus China

04.10.2024 - 11:37:23 | dts-nachrichtenagentur.de

Die EU kann kĂŒnftig Zusatzzölle von bis zu 35,5 Prozent auf Elektroautos aus China erheben.

Autoproduktion (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Autoproduktion (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Entsprechenden PlĂ€nen haben die Mitgliedsstaaten am Freitag zugestimmt, wie die EU-Kommission mitteilte. Berichten zufolge hat sich Deutschland auf Weisung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gegen die Zölle positioniert. Neun Monate nach Einleitung einer Antisubventionsuntersuchung hatte die EU-Kommission im Juli den Weg fĂŒr zunĂ€chst vorlĂ€ufige Strafzölle auf E-Autos aus China freigemacht.

Sie wirft China vor, dass die Wertschöpfungskette von E-Autos dort von einer "unfairen Subventionierung" profitiere, die eine wirtschaftliche SchĂ€digung der Hersteller in der EU zu verursachen drohe. Die EU-Kommission kĂŒndigte nun an, sich mit China weiterhin intensiv um eine alternative Lösung bemĂŒhen zu wollen, um schĂ€digende Subventionierung zu beseitigen. In der Bundesregierung ist das Nein des Kanzlers zu den Zöllen umstritten - auch weil man fĂŒr StreitfĂ€lle innerhalb der Regierung eigentlich eine Enthaltung in BrĂŒssel vereinbart hatte. "Aus meiner Sicht ist der beste Weg zu einer politischen Lösung eine starke EU, die gemeinsam mit voller Verhandlungsmacht agiert", sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck dem "Handelsblatt". "So können wir Zölle am ehesten abwenden." Habeck will erklĂ€rtermaßen gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen Fahrzeugen schaffen, die in Europa hergestellt und die aus China importiert werden. Wenn das ohne Zölle gelingen soll, brĂ€uchte es einen Deal mit China und dafĂŒr die Androhung von Zöllen. Inzwischen verhandelten die Chinesen erstmals ernsthaft, was gut sei. "Und es ist meiner Meinung nach nur dazu gekommen, weil China merkt, dass die EU entschlossen ist und auch geschlossen", so der Wirtschaftsminister.

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