FDP, GrĂŒne

FDP, GrĂŒne und Union fĂŒr Beschlagnahmung russischen Vermögens

11.03.2024 - 18:32:42

Die EU möchte ZinsertrÀge der eingefrorenen russischen Vermögenswerte besteuern und mit den Gewinnen der Ukraine helfen.

FDP und GrĂŒne im Bundestag sprechen sich dafĂŒr aus, auch einen Weg fĂŒr die Beschlagnahmung dieser Vermögen zu ebnen. "Das gesamte Vermögen zu konfiszieren, birgt leider nach heutigem Stand zu hohe rechtliche Risiken", sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Michael Georg Link, der "Welt" (Dienstagausgaben). "Dort, wo die rechtssichere Enteignung von Vermögenswerten eines Aggressors wie Putin heute noch nicht möglich ist, sollte das Völkerrecht so weiterentwickelt werden, dass zukĂŒnftig die Konfiskation von Vermögenswerten legal machbar wird." Auch die GrĂŒnen-Fraktion im Bundestag macht Druck, den Weg fĂŒr eine Beschlagnahmung zu ebnen.

"Russland muss fĂŒr den illegalen Krieg zahlen. Das geht ĂŒber die ZinsertrĂ€ge hinaus. Die G 7 zeigen, dass die Umwidmung der Gelder eine verhĂ€ltnismĂ€ĂŸige Gegenmaßnahme gegen die russischen Verbrechen ist. Daher sollten wir die Initiative unterstĂŒtzen und die erforderlichen Rechtsgrundlagen schaffen", sagte Robin Wagener, der im AuswĂ€rtigen Ausschuss sitzt. FĂŒr die Unionsfraktion ist klar, dass die aktuellen PlĂ€ne zur Verwendung der KapitalertrĂ€ge nur "ein erster Schritt" sein könnten, dem "weitere Schritte folgen mĂŒssen". Matthias Hauer (CDU), der fĂŒr die Union als Obmann im Finanzausschuss sitzt, betonte in der "Welt": "Aus unserer Sicht muss das Ziel sein, eine rechtssichere Lösung dafĂŒr zu schaffen, dass eingefrorene russische Vermögenswerte - wie auch von den USA vorgeschlagen - der Ukraine direkt zugutekommen können." Die SPD im Bundestag sieht dabei hingegen Probleme. Der außenpolitische Sprecher Nils Schmid mahnte: "Die Idee, die russischen Vermögenswerte der Ukraine zur VerfĂŒgung zu stellen, klingt zwar verlockend, hat aber einen Haken. Sie wĂ€re nicht völkerrechtskonform, solange es keinen Beschluss des UN-Sicherheitsrats dazu gibt. Diesen wird es wegen des mit Sicherheit zu erwartenden russischen Vetos nicht geben." Weiter sagte er: "Wir erwarten von Russland dazu zurĂŒckzukehren, sich an internationales Recht zu halten. Insofern sollte man im Gegenzug nicht leichtfertig Vermögen konfiszieren, wenn damit die Gefahr besteht, internationales Recht zu brechen."

@ dts-nachrichtenagentur.de