Union kritisiert EU-PlĂ€ne fĂŒr klimaneutrale Neubauten
17.07.2024 - 00:00:00"Die Ampel muss in BrĂŒssel sich mit aller Kraft gegen diese PlĂ€ne stemmen", sagte Klöckner. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) hĂ€lt die EU-PlĂ€ne fĂŒr nicht umsetzbar. VerbandshauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Tim-Oliver MĂŒller sagte der Zeitung: "Das Ziel ist richtig, der Zeitplan aber ist viel zu knapp. Das wird nicht umsetzbar sein. SchlieĂlich muss die Bauplanung vom Kopf auf die FĂŒĂe gestellt werden." HĂ€user mĂŒssten kĂŒnftig mit möglichst wenig Energie auskommen, beispielsweise ohne eine Klimaanlage. "Das erfordert eine völlig neue Bauweise: keine groĂen Glasfronten mehr, begrĂŒnte Fassaden", sagte MĂŒller. Diese Umstellung erfordere mehr Zeit als ein paar Jahre. Der EigentĂŒmerverband Haus & Grund warnt vor einem völligen Zusammenbruch der BautĂ€tigkeit in Deutschland. VerbandsprĂ€sident Kai Warnecke sagte zu "Bild": "Eine 1:1-Umsetzung der EU-Vorgaben wird die Kosten des Bauens und Wohnens dramatisch steigen lassen. Die BautĂ€tigkeit wird zum Erliegen kommen." Er könne daher vor dem Zeitplan nur warnen. Die novellierte EU-GebĂ€udeeffizienzrichtlinie (EPBD) sieht unter anderem vor, dass Neubauten spĂ€testens ab 2030 klimaneutral sein mĂŒssen und Null Emissionen erzeugen. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (GrĂŒne) hat mitteilen lassen, er wolle die Richtlinie "1:1" umsetzen. Auf "Bild"-Anfrage sagte eine Habeck-Sprecherin, mit WĂ€rmepumpen und FernwĂ€rme wĂŒrden die EU-Anforderungen erfĂŒllt. "Das gilt auch, wenn der Strommix noch nicht aus 100 Prozent Erneuerbaren besteht."


