Finanzierung/Investitionen, Produktion/Absatz

Staatsgeld fĂŒr Stahl: EU-Kommission dringt auf mehr Hilfe

19.03.2025 - 14:41:06

Die EuropĂ€ische Kommission drĂ€ngt die EU-Staaten zu mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr die Stahl- und Metallindustrie.

Alle Möglichkeiten und SpielrĂ€ume der Staatshilferegeln und Energievorschriften sollten genutzt werden, um Kosten fĂŒr energieintensive Industriezweige zu senken, heißt es vonseiten der BrĂŒsseler Behörde. So könnten etwa Energiesteuern auf null gesenkt werden.

Sie stellte einen rechtlich unverbindlichen Aktionsplan mit mehreren Schwerpunkten vor. Neben dem Zugang zu sauberer und erschwinglicher Energie geht es dabei unter anderem darum, dass CO2-Emissionen nicht ins Ausland verlagert werden, Recycling vorangetrieben wird und gute ArbeitsplÀtze mit angemessenem Gehalt und hohen Sozialstandrads in Europa erhalten bleiben sollen.

CO2-Zoll soll angepasst werden

Um eine Verlagerung von CO2-Emissionen ins Ausland zu verhindern, soll auch die sogenannte Kohlenstoffgrenzabgabe (CBAM) verĂ€ndert werden - eine Art CO2-Zoll. Wenn Stahl etwa in China klimaschĂ€dlicher hergestellt wird als in der EU, sollen beim Import Abgaben fĂŒr das bei der Produktion zusĂ€tzlich angefallene CO2 fĂ€llig werden. CBAM soll kommendes Jahr vollstĂ€ndig in Kraft treten.

Die Kommission will noch in diesem Jahr vorschlagen, wie mögliche Wettbewerbsnachteile bei Exporten ins Ausland behoben werden können. Dabei geht es darum, dass Produzenten in Drittstaaten mit weniger strengen Klimaschutzregeln Vorteile haben können.

@ dpa.de | DE0006202005 FINANZIERUNG/INVESTITIONEN