Portugal, EU-Sanktionen

Portugal drohen EU-Sanktionen wegen Verbrauchsteuergesetzen

18.06.2025 - 12:19:43

Die EuropĂ€ische Kommission verklagt Portugal vor dem Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union wegen fehlender Maßnahmen im Verbrauchsteuerbereich.

Ein entsprechender Beschluss sei am Mittwoch gefasst worden, teilte die BrĂŒsseler Behörde mit. Grund dafĂŒr ist demnach, dass Portugal die Richtlinie (EU) 2020/262 und die Richtlinie (EU) 2020/1151 nicht vollstĂ€ndig in nationales Recht umgesetzt hat. Diese Richtlinien betreffen das allgemeine Verbrauchsteuersystem und die Harmonisierung der Verbrauchsteuern auf Alkohol. Die Mitgliedstaaten waren verpflichtet, die Richtlinien bis zum 31. Dezember 2021 vollstĂ€ndig in nationales Recht umzusetzen und der Kommission unverzĂŒglich den Wortlaut dieser Vorschriften mitzuteilen.

Portugal habe jedoch noch keine nationalen Vorschriften zur vollstĂ€ndigen Umsetzung dieser Richtlinien mitgeteilt, so die Kommission. Am 28. Januar 2022 waren zwei Aufforderungsschreiben ĂŒbermittelt worden, auf die am 15. Juli 2022 mit GrĂŒnden versehene Stellungnahmen folgten. Nach Mitteilung mehrerer nationaler Maßnahmen rĂ€umten die portugiesischen Behörden ein, dass einige Bestimmungen zur vollstĂ€ndigen Umsetzung dieser Richtlinien noch ausstĂŒnden. Portugal ist nach Angaben der EU-Kommission der einzige Mitgliedstaat, der es versĂ€umt hat, die Bestimmungen dieser Richtlinien vollstĂ€ndig in nationales Recht umzusetzen. Die bisherigen BemĂŒhungen der portugiesischen Behörden seien unzureichend, weswegen man das Land nun vor dem Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union verklage und die VerhĂ€ngung finanzieller Sanktionen beantrage, hieß es weiter.

@ dts-nachrichtenagentur.de