Flugblatt-AffĂ€re: Aiwangers Ex-Lehrer wird ĂŒberprĂŒft
26.10.2023 - 13:22:07Nach der Flugblatt-AffÀre um Bayerns Vize-MinisterprÀsidenten Hubert Aiwanger ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen ehemaligen Lehrer des Freie-WÀhler-Chefs. Es bestehe ein Anfangsverdacht der Verletzung von Dienstgeheimnissen und Privatgeheimnissen, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Regensburg mit.
GrundsĂ€tzlich werde ĂŒberprĂŒft, ob sich der Mann durch ein mögliches «unbefugtes Offenbaren» strafbar gemacht hat. ZunĂ€chst hatte der «Tagesspiegel» berichtet.
Das Verfahren lÀuft nach Angaben der Staatsanwaltschaft schon seit Anfang September. Eingeleitet worden seien die Ermittlungen nach diversen Anzeigen infolge der Berichterstattung im Zusammenhang mit der Flugblatt-AffÀre.
Die Landesanwaltschaft teilte mit, dass fĂŒr Ruhestandsbeamte zwar nur ein eingeschrĂ€nkter Pflichtenkreis bestehe, zu dem allerdings die Verschwiegenheitspflicht zĂ€hle. Als mögliche DisziplinarmaĂnahmen gegen Ruhestandsbeamte sehe das Bayerische Disziplinargesetz die KĂŒrzung des Ruhegehalts auf lĂ€ngstens fĂŒnf Jahre oder die gĂ€nzliche Aberkennung des Ruhegehalts vor.
Das ist passiert
Aiwanger war im Zuge der AffĂ€re wenige Wochen vor der Landtagswahl unter Druck geraten, nachdem die «SĂŒddeutsche Zeitung» berichtet hatte, dass bei ihm zu Schulzeiten ein antisemitisches Flugblatt gefunden worden war. Mehrere Medien berichteten in dem Zusammenhang, dass ein ehemaliger Lehrer das Schreiben weitergegeben haben soll.
Aiwangers Bruder sagte spÀter, er habe das Flugblatt verfasst. MinisterprÀsident Markus Söder (CSU) entschied nach Aiwangers Beantwortung eines Fragenkatalogs und einer Entschuldigung seinerseits, ihn nicht als Minister zu entlassen. CSU und Freie WÀhler wollen ihre Koalition fortsetzen.


