Gesundheit

Warken verteidigt EinschrÀnkung beim Hautkrebsscreening

20.04.2026 - 20:03:26 | dts-nachrichtenagentur.de

Die geplante Reform des Hautkrebsscreenings als allgemeine Kassenleistung sorgt fĂŒr erhebliche Kritik, doch Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) verteidigt den Schritt als notwendige Fokussierung.Warken rĂ€umte ein, dass sie die PlĂ€ne anfangs selbst mit Skepsis betrachtet habe: "Ich habe das auch hinterfragt", sagte sie am Montag in der ntv-Sendung "Pinar Atalay".

Nina Warken am 17.04.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Dennoch halte sie die Neuregelung fĂŒr den richtigen Weg, um das Gesundheitssystem effizienter zu gestalten.

Warken sagte, dass das Screening nicht grundsĂ€tzlich abgeschafft, sondern "zielgerichteter" durchgefĂŒhrt werden solle. KĂŒnftig sollen vor allem Risikogruppen von der Untersuchung profitieren. "In keinem Land wird das Hautkrebsscreening so wie bei uns bei jedem gemacht", so Warken. Sie verwies darauf, dass selbst sonnenintensive LĂ€nder wie Australien keine flĂ€chendeckenden Screenings fĂŒr alle Alters- und Risikogruppen anbieten.

Ein weiterer Grund fĂŒr die Neuausrichtung seien die massiven EngpĂ€sse bei Hautarztterminen. Durch eine gezieltere Vergabe wolle man sicherstellen, dass Patienten mit einem tatsĂ€chlichen Risiko schneller versorgt werden. "FĂŒr mich ist es schon ĂŒberzeugend zu sagen: Wir schauen da genau hin, wo ein gewisses Risiko besteht", sagte Warken. Patienten sollten sich beraten lassen, um den individuellen Bedarf zu klĂ€ren.

Kritik von FachverbĂ€nden, wonach die EinschrĂ€nkung von Vorsorgeuntersuchungen langfristig zu mehr KrankheitsfĂ€llen und höheren Kosten fĂŒhren könnte, hielt Warken den Expertenansatz der Reform entgegen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) soll nun die genauen Rahmenbedingungen festlegen, wer kĂŒnftig Anspruch auf das kostenlose Screening hat. Ziel sei es, nur noch jene Maßnahmen zu finanzieren, die einen "nachweisbaren Nutzen" hĂ€tten.

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